Ausgabe 6/1999   Nov. / Dez.


Die Fahrradlobby in Deutschland wächst

ADFC jetzt 100.000 Mitglieder

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßte jüngst das hunderttausendste Mitglied. Diese Zahl unterstreicht einmal mehr die Erfolgsgeschichte des ADFC, so ADFC-Bundesvorsitzender Wolfgang Große. Für mehr als 30 Millionen Radfahrer in Deutschland fungiert der ADFC quasi als "Anwalt". Vom Bürgermeister bis zum Bundespräsidenten nehmen Gesprächspartner den Verband ernst. Neben den Verbesserungen vor Ort sieht Große den Erfolg des ADFC auch im Imagewandel, den das Fahrrad erlebt: Weg vom Arme-Leute-Vehikel hin zum trendigen Verkehrsmittel und Freizeitvergnügen.

Dennoch bleibt für die Fahrradlobby viel zu tun. Die hunderttausend ADFC-Mitglieder haben kein Verständnis für Benachteiligungen, die sie täglich erdulden müssen:

  • Fahrradrouten, die nicht von Laub und Schnee befreit werden oder von Autofahrern zugeparkt sind,
  • Einbahnstraßen, die Radfahrer noch nicht in Gegenrichtung benutzen dürfen,
  • Sackgassen, die nur für Autofahrer ausgeschildert sind, obwohl Radfahrer und Fußgänger dort Wege abkürzen können.

Der ADFC fordert, daß acht Jahre lang jährlich 1,5 Milliarden DM und damit drei Prozent aus den bestehenden Verkehrshaushalten bereitgestellt werden, um einen nationalen "Masterplan Fahrrad in Deutschland" zu verwirklichen. Wolfgang Große: "Diese Forderung erscheint nicht zu hoch angesichts der Tatsache, daß jeder der rund 30 Millionen Radler in Deutschland pro Jahr etwa 300 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegt und elf Prozent aller jährlich in Deutschland zurückgelegten Wege von Radlern gefahren werden."

ADFC-Pressemitteilung

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