Ausgabe 3/2000   Mai / Jun.


Radtouren für Menschen ab 50

Am 05. April 2000 war es endlich so weit, die "Radtouren für Menschen ab 50", beim ADFC auch "Senioren-Touren" genannt, eine Kooperation des "Frankfurter Verband" und des "ADFC-Frankfurt" konnten gestartet werden.

Vorausgegangen war im Oktober 1999 ein Treffen zwischen ADFC-Frankfurt und dem Frankfurter Verband, das auf Anregung von Frau Waltraud Beck vom Frankfurter Verband, selbst ADFC-Mitglied, zu Stande kam. Ziel dieses Gespräches war es, in Frankfurt einmal monatlich an einem Tag in der Woche Radtouren für Menschen ab 50 Jahre durchzuführen. Vorbild konnten dabei die ADFC-Radtouren und die von der Senioren-Initiative-Höchst (SIH) seit ein paar Jahren durchgeführten Radtouren sein. Es war eine günstige Fügung, dass sich einige ADFC-Mitglieder aus Frankfurt, Eschborn, Heusenstamm und Hattersheim bereit fanden, sieben Radtouren zu organisieren. Bei einem zweiten Treffen am 23. November 1999, bei dem dann nur die Tourenleiter anwesend waren, wurden Tourenziele und Termine festgelegt. Man kam überein, an jedem ersten Mittwoch im Monat, von April bis Oktober, diese Radtouren durchzuführen, der Start sollte am Römer sein.

So trafen sich am 05. April um 10 Uhr am Römer in Frankfurt außer Waltraud Beck, die es sich nicht nehmen ließ mitzufahren, und den drei Tourenleitern fünfzehn Teilnehmer. Das Wetter hätte schöner sein können, die Lufttemperatur lag bei 10 Grad, es wehte ein leichter Ostwind, glücklicherweise war es aber trocken. Nach einer kurzen Begrüßung führte der Weg zunächst an den Main. Am Sachsenhäuser Ufer trieb der Ostwind die Gruppe bis zur Autobahn A5. Dort wurde der Rad/Fußweg über den Main benutzt und weiter ging es auf dem nördlichen Uferweg zur Wörthspitze in Höchst. Dort erwarteten uns noch weitere Teilnehmer. 14 Mitglieder der SIH wollten uns bei unserer ersten Tour unterstützen und mitfahren.

Nachdem einige Fotos von dem herbeigerufenen Fotografen gemacht waren, führte nun der Weg niddaaufwärts. Bei Hausen hatten wir einen Aufenthalt wegen einer Panne, die vom Spezialisten der SIH schnell behoben wurde. Ab dem Eschersheimer Schwimmbad machte sich der Ostwind etwas unangenehm bemerkbar: er kam direkt von vorn. Unterwegs, wir waren etwa 25 km gefahren, setzten sich einige Teilnehmer ab, die ihr gestecktes Ziel bereits erreicht hatten.

In Berkersheim verließen wir den Uferweg der Nidda und fuhren entlang des Grüngürtels zum Lohrberg, wo wir gegen 13.40 Uhr eintrafen. Leider konnten wir wegen der ungünstigen Wetterlage die erwünschte Fernsicht nicht genießen. In dem Restaurant auf dem Lohrberg kehrten wir dann zur Mittagsrast ein. Es tat gut, in eine warme Stube zu kommen.

Gegen 15 Uhr beendeten wir unsere Rast auf dem Lohrberg. Jetzt verabschiedeten sich wieder einige Teilnehmer, die hier in der Nähe wohnten. Die Tour führte uns dann weiter nach Bergen-Enkheim, von dort hinunter ins Enkheimer Ried, und durch den Enkheimer Wald erreichten wir schließlich die Mainkur und den Main. In Alt-Fechenheim gelangten wir über den Weinberg-Steg auf das südliche Mainufer. Dort radelten wir in westliche Richtung vorbei an Bürgel und Offenbach und erreichten gegen 16.15 Uhr das Ruderdorf. Hier war die Tour zu Ende. Die gut organisierte Begleitgruppe von der SIH und weitere Teilnehmer fuhren sofort in Richtung Innenstadt bzw. nach Höchst weiter, während die Tourenleiter zu einer Schlußrast im Ruderdorf blieben.

Schlußbetrachtung: Es ist gut, die Idee von Waltraud Beck aufzugreifen und Radtouren für ältere Menschen zu organisieren. Das Echo ist nach der ersten Tour jedoch sehr unterschiedlich. Es gab Zustimmung, viele meinten, es sei sehr gut gewesen und wir sollten so weiter machen. Aber auch Kritik wurde laut: wir würden viel zu schnell fahren, es gebe zu wenig Pausen. Die Tourenleitung hat sich bemüht, nicht schneller als 15 km/h zu fahren. Aber auch mit den Pausen war es nicht so einfach, denn wegen der kühlen Temperatur und dem anhaltenden Wind war es z.B. an der Nidda nur möglich, ganz kurz anzuhalten. Jetzt gilt es, aus gemachten Fehlern zu lernen und Verbesserungen vorzunehmen, aber man sollte nicht überreagieren und bedenken, dass wir uns am Saisonbeginn befinden. Es fehlte vielen Teilnehmern noch an Übung, auch das Wetter war sicher nicht optimal, kalt und windig. Wir werden an der vorgegebenen Geschwindigkeit von 15 km/h festhalten. Die Spitze wird zukünftig öfter anhalten und die Gruppe wieder zusammenkommen lassen. Natürlich hoffen wir bei der nächsten Tour auf wärmeres Wetter.

Klaus Konrad

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