Ausgabe 4/2000   Jul. / Aug.


Dreistes Bubenstück an der Nidda


Das folgende unschöne Erlebnis hat unser Redaktionsmitglied Brigitte zur Veröffentlichung an die Frankfurter Rundschau geschickt.
Am ersten Samstag im Juni gegen 18 Uhr befuhr ein ADFC-Mitglied, eine 65-Jährige aus Eschborn, den Niddaradweg aus Bonames kommend. Kurz vor Erreichen des Eschersheimer Schwimmbades kamen ihr drei ca. 12- bis 14-jährige Jungen mit schwarzen Haaren und leicht dunkler Hautfarbe auf BMX-Rädern entgegen. Sie fuhren nebeneinander und zwangen damit die Eschbornerin zum starken Abbremsen. Der Mittlere der Jungen fuhr zuerst scheinbar an der Frau vorbei, machte dann einen Schwenk und fuhr ihr mit Beschleunigung von der Seite ins Vorderrad, so daß einige Halterungen des Schutzblechs auseinanderbrachen. Dann fuhr der Nächste an ihr vorbei, während der Dritte, der ihr genau gegenüber stand, ein paar Faxen mit dem Rad machte, es mehrmals hochhob und dann sagte: "Können Sie mir nicht meine Vorderradbremse reparieren?".Als der Weg für sie frei war, fuhr die Frau zornig, aber auch geängstigt durch die Bedrohung, schnell weiter. So hatte sie nicht bemerken können, daß ihr die am Gepäckträger befestigte Packtasche in der Zwischenzeit abgehängt worden war. Die Tasche war von ihr nur lose auf die Haken gehängt worden.
Da sich in der roten Ortlieb-Lowridertasche nur Werkzeug, Luftpumpe, Ersatzschlauch und ein Fläschchen Fahrradöl befanden, ist zu vermuten, daß die Täter die Tasche wieder weggeworfen haben, als sie kein Geld darin fanden. Dem ehrlichen Finder, der die Tasche bei einer Polizeidienststelle abgibt, winkt ein Finderlohn.

Das ist mir passiert: Brigitte Rebna, Rödelheimer Straße 38, 65760 Eschborn. Ist das eine Notiz im lokalen Teil wert? Ich denke schon - allein zur Warnung. Ich habe eigentlich sehr frühzeitig gemerkt, daß es Ärger geben würde, weil die Drei nicht Platz gemacht haben. Im Wiederholungsfall würde ich wenden und mit dem nächstfolgenden Radler gemeinsam die Strecke weiterfahren. Als die Sache passierte, war weder von vorn noch von hinten ein Radler vorbeigekommen, was eigentlich selten ist auf dem Niddaradweg. Die Drei müssen das wohl schon beobachtet haben, dass sonst niemand auf der Strecke ist.

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