Ausgabe 4/2000   Jul. / Aug.


Kleines ABC
großer Radfahr-Irrtümer

18. Fortsetzung
Um Hinweise auf weitere Stichwörter bittet Harald Braunewell

QUATSCH sei es, wenn behauptet wird, je kleiner der QUERSCHNITT einer Luftpumpe sei, einen umso größeren Wirkungsgrad habe sie...

Mitnichten: Je dünner die Pumpe, umso besser pumpt sie: Rennrad-Luftpumpen sind dünn und lang und mit ihnen lassen sich spielend die Hochdruckreifen auf 8 und mehr bar bringen – Bahnreifen gar bis auf 15!! Ist ja auch kein physikalisches Wunder: Die wirkende Armkraft verteilt sich auf die kleinere Kolbenfläche (und wenn die Pumpe dann auch noch schön lang ist, wird mit einem Stoß genausoviel Luft in den Reifen gedrückt, wie mit einer dicken kürzeren! (Im übrigen: wenn der Kolben durchrutscht, ist die Pumpe noch lange nicht defekt! Ein paar Tropfen Wasser auf die lederne Dichtungsscheibe wirken Wunder – und wenn die Pumpe auch beim besten Willen nicht mehr aufzuschrauben ist, dann lässt sich das Wasser sogar in dieser hochziehen, wenn man den Kopf nur ins Wasser steckt...(QUIZFRAGE: welchen??))

Und: Der wuchtige QUERSCHNITT des Unterrohrs vieler Mountainbikes diene einzig der optischen Aufwertung des Geräts...

Mitnichten: Die Belastbarkeit eines Rohres geht mit der 3.(!) Potenz des Rohr-Durchmessers in die Berechnungsformel ein, da lassen sich durchaus (aus Gewichtsgründen) Wanddicke und (aus Kostengründen) teure Legierungszusätze sparen... – Ovalisierte oder kastenförmige Rohre werden aus demselben Grund verwendet.

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