Ausgabe 5/2000   Sep. / Okt.


ADFC ESCHBORN / SCHWALBACH

Überraschend großes Interesse an Seniorentour zur Fischerhütte

Reichlich überrascht war die Tourenleiterin Brigitte Rebna, als schon einige Tage vor der in der Presse angekündigten Seniorentour verschiedentlich Anrufe eingingen. "Wie alt muss man denn sein?" wollte ein Anrufer wissen, und "Ich bin bisher erst mal höchstens 30 km gefahren, aber jetzt habe ich ein neues Rad, meinen Sie, ich könnte trotzdem die 75 km mitfahren?" fragte ein anderer.

Die Frage nach dem Alter war leicht zu beantworten — es sind natürlich Mitradler jeder Altersklasse willkommen. Schwieriger war da schon die Frage nach den zu bewältigenden Kilometern. Eigentlich sollte man schon einmal eine längere Strecke gefahren sein, um eine Einschätzung über die eigene Leistungsfähigkeit zu bekommen. Denn ein neues Fahrrad macht die Kilometer ja auch nicht von alleine. Es gab noch andere Anfragen, u.a. ob denn auch bei Regen gefahren würde. — Ach so, auch wenn sich nur ein Mitradler einstellt, dann wird die Tour gestartet.

Aber auch lange nach der Seniorenradtour gab es noch telefonische Anfragen von Interessenten, die in Urlaub waren und offensichtlich hinterher ihre Zeitungen noch gründlich studiert haben. Einer wollte wissen, wie man denn schon vor der Urlaubsplanung über solche Touren informiert werden könnte, denn die Zeitungsmeldungen seien doch reichlich kurzfristig. Das war nun sicherlich ein neuer Interessent für das Jahrestourenprogramm des ADFC im Main-Taunus-Kreis. Und eine junge Frau wollte gern den "Streckenplan des ADFC für diese Tour" haben. Sie wollte eine Familientour daraus machen und sie dem Opa zum Geburtstagsgeschenk machen. Ihr konnte mit den topografischen Karten Frankfurt und Darmstadt West mit eingezeichneter Route geholfen werden.

Am sonnigen Mittwoch der Radtour schließlich war der Zulauf überwältigend: 24 Radlerinnen und Radler machten sich auf die Strecke. Selbst der Interessent mit dem neuen Rad und den geringen km-"Erfahrungen" hatte sich voller Selbstvertrauen eingestellt. Aber es muss ihm doch vor dem großen Andrang sportlich-selbstbewusster Seniorenradler gegraut haben, denn er hat sich still und leise wieder davongemacht.

Dass die Fischerhütte schließlich an diesem Tag wegen einer geschlossenen Gesellschaft für die ADFC-Radler nicht zur Verfügung stand, war nur ein kleiner Wermutstropfen in der ansonsten gelungenen Tour. Die in der Nachbarschaft des Steinrodsees vollmundig angepriesenen "1000 Dahlien" und das Selbstbedienungsrestaurant waren ein guter Ersatz. Und die Wirtin dieses Angelteichs hat glaubhaft versichert, dass es nicht 1000, sondern 2500 Dahlien sind, die ihr Mann, dessen Hobby die Dahlienzucht ist, rund um den Angelteich angepflanzt hat.

Die Eschborner Senioren sind wirklich fit. So haben sich einige bei der Abschlussrast im "Bären" auf dem Höchster Schlossplatz vorzeitig verabschiedet, weil sie noch vor der Open-air-Jazz-Veranstaltung in Eschborn rechtzeitig wieder zu Hause sein wollten. Die Niederhöchstädter, die schließlich auch Eschborner sind, hatten am Ende dann immerhin 79 Kilometer auf dem Tacho!

(br)

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