Ausgabe 3/2001   Mai/Junil

5 Jahre Radreisemarkt

Leider verlief das kleine Jubiläum nicht ganz so, wie die Veranstalter sich dies gewünscht haben. Durch parallel stattfindende Radreisemärkte in anderen Städten fanden am 25. März mit 24 Ausstellern diesmal ein paar weniger als letztes Jahr den Weg in das Bürgerhaus Bornheim. Und der ganztägig strömende Regen schreckte wohl einige potenzielle Interessenten von einem Besuch ab. Insgesamt besuchten gut 1000 Unverzagte trotz des schlechten Wetters den Radreisemarkt. Der 600. und der 1000. Gast durften sich zur Belohnung über einen Preis freuen.

Eigentlich besteht aber kein Grund zur Klage, denn dieses Ergebnis stellt gegenüber 1999, als deutlich bessere Rahmenbedingungen herrschten, immer noch eine Steigerung dar. Und wenigstens die Konkurrenz mehrerer Radreisemärkte soll in Zukunft durch eine bessere bundesweite Koordination vermieden werden. Das Wetter wird man wohl weiterhin so nehmen müssen wie es kommt.

Gleich zu Beginn erhielt der Radreisemarkt hohen Besuch, denn der (damals noch) Oberbürgermeister-Kandidat Achim Vandreike schaute vorbei. Vorstandsmitglied Bertram Giebeler übernahm persönlich die sachkundige Führung. Er konnte dabei ein breites Spektrum des Radtourismus vorstellen.

Vertreten war alles von Ferien auf dem Bauernhof über organisierte Radreisen, Ausrüster und Fahrradgeschäften bis zu Verbänden wie Pro Bahn. Und auch die modernen Zeiten haben im Radtourismus endgültig Einzug gehalten, was in Form einer Radreisedatenbank und der Tourenplanung per Internet zu sehen war. Kulturelle Aspekte wurden durch die Teilnahme der KunstGesellschaft Frankfurt zur Geltung gebracht.

Visuelle Radtour-Eindrücke boten die zahlreichen Diavorträge, die den ganzen Tag über in einem separaten Raum liefen.

Ergänzt wurde all dies durch die kompetente Beratung der ReiseradlerInnen und des Infoladen-Teams des ADFC, die während der gesamten Veranstaltung vollen Einsatz zeigten. Und damit das Tourenrad im nächsten Urlaub nicht abhanden kommt (oder zumindest schnell seinen rechtmäßigen Besitzer wieder findet) boten die Codierer des ADFC ihre Dienste an.

Für Begeisterung bei den Kleinen sorgte das mobile Fahrrad-Kasperle-Theater. Der radelnde Puppenspieler verriet, dass auch hier der Zeitgeist Einzug hält und deshalb eine Prinzessin gelegentlich mal im Techno-Takt singen muss, um den Beifall der Kinder zu bekommen.

Trotz der etwas geringeren Ausstellerzahl fanden also alle Besucher ein umfangreiches Informationsangebot, um zukünftige Radurlaube zu planen. Und durch die geringere Besucherzahl waren die Stände bis auf wenige Spitzenzeiten nicht so überlaufen. Dies gab den Interessierten Gelegenheit, sich sehr detailliert zu Informieren, da sich die Aussteller etwas mehr Zeit für einen Interessenten nehmen konnten. Da konnte auch mal über die Situation der Radläden in Frankfurt und den abebbenden High-Tech-Boom gefachsimpelt, neue Software ausführlich vorgeführt und erklärt oder intensiv über die generelle Fahrradfreundlichkeit der angestrebten Reiseregion diskutiert werden.

Insgesamt waren die Veranstalter mit dem Verlauf des Radreisemarktes also sehr zufrieden und blicken optimistisch auf die Veranstaltungen der kommenden Jahre. Wenn nur das Wetter mitspielt ...

(rha)

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