Ausgabe 3/2002   Mai/Junil

Mehr Bewegung in die Schule
Seit November 1997 gibt es das Aktionsbündnis „Mehr Bewegung in die Schule“. Durch die Pisa-Studie hat die Forderung nach der Integration des Sportunterrichts in den Schulalltag an Aktualität gewonnen.
Die Situation ist seit Jahren bekannt: Schüler sitzen zu Hause vor Fernseher und Playstation und im Schulunterricht wird ihr Bewegungsdrang in erster Linie als Störfaktor gesehen. Beide, Familie und Schule, sind für das Bewegungsdefizit verantwortlich. Die daraus resultierenden Probleme reichen von ungeschulter Motorik und Konzentrationsmangel bis hin zu Krankheiten wie Haltungsschäden, unter denen heute bereits jedes dritte Kind leidet.

Das Aktionsbündnis „Mehr Bewegung in die Schule", initiiert von der Sportjugend Hessen, tritt dafür ein, den Sportunterricht zu fördern und stärker in den Schulalltag zu integrieren. Nicht weniger Lernen ist das Ziel, sondern Lernen durch Bewegung fördern. Vor allem in der Grundschule sollte der starre 45-Minuten-Rhythmus aufgelockert und Pausenhöfe besser genutzt werden.

Kinder mit geschulter Motorik, Koordination und Wahrnehmung können sich sicherer im Straßenverkehr bewegen und sind besser vor Unfällen geschützt. Daher sind neben zahlreichen anderen Institutionen auch die Unfallkasse Hessen und der ADFC in dem Aktionsbündnis vertreten. Kinder, deren Lust auf körperliche Bewegung konsequent gefördert wird, werden später eher auf ein Fahrrad steigen als passiv im Stau zu stehen.

Die Broschüren Bewegungsfreudige Schule und Schulhof in Bewegung können in der Landesgeschäftstelle des ADFC-Hessen eingesehen werden.

Anne Conley, ADFC-Hessen

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