Editorial

Das neue Jahr fängt wieder gut an. Knirschend rollen die Reifen über Glasscherben-Teppiche auf Radwegen. Lichtlose Gestalten auf zwei Rädern tauchen unvermittelt aus der Dunkelheit auf und missachten die einfachsten Regeln des Straßenverkehrs. Unbefestigte Wege verwandeln sich bei leichtem Tauwetter in Schlammpisten ...

Zu negativ gedacht für einen Jahresanfang? Ja, wahrscheinlich. Versuchen wir also, die Lage etwas freundlicher zu sehen: Dem Scherbenteppich auf vielen Radwegen halten die modernen Reifen stand, der letzte „Plattfuß“ liegt schon tausende von Kilometern zurück. Die Stadtreinigung arbeitet schnell und gründlich – schon am zweiten Arbeitstag im neuen Jahr sind die meisten Wege gereinigt. Lichtlose Gestalten gibt es weiterhin, zunehmend aber beobachte ich helle Scheinwerfer und Rücklichter, die dank moderner Technik schon bei trübem Tageslicht für Erhellung sorgen. Nur den Schlammpisten kann ich nichts abgewinnen. Da bleibt nur, auf Frost zu hoffen.

Womit wir beim Thema Winter wären. Wozu sind eigentlich Spikereifen gut?, fragt Rainer Mai auf Seite 13 – und beantwortet diese Frage recht ausführlich. Wer das gelesen hat, wird zu den „Winter- und Dunkeltouren“ auf Seite 7 ein ganz anderes Verhältnis bekommen.

Neue Schilder für Frankfurt stellt Fitz Bergerhoff vor. Dass er das in der Faschingszeit tut, ist reiner Zufall und ändert nichts an der Seriosität des Berichts aus der AG Unfall. Im Gegenteil: In Frankfurt geht es allerorten voran, wenn man Fritz Biel glauben darf. „Der lange Marsch“ wird aber trotzdem noch einige Zeit andauern, auch wenn es heißt „Der Magistrat ist grundsätzlich bemüht, die Maßnahmen so zügig wie möglich zu bauen. ...“ Dass mit diesen Maßnahmen nicht alle Velofreunde zufrieden sind, ist unseren Leserbriefen zu entnehmen. Dank an dieser Stelle für die ausführlichen Stellungnahmen. 

Gute Fahrt ins neue Jahr wünscht

Peter für das Redaktionsteam

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