Ausgabe 5/2000   Sep. / Okt.


Grünes Licht für den Radverkehr — auch in der Hügelstraße

Im Schlagschatten des Großprojektes der Fahrradroute Nordweststadt-Innenstadt läuft ein wichtiges Projekt Gefahr, nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit zu erfahren. Schon seit einigen Monaten sind die Arbeiten im Gange, jetzt sind sie so gut wie abgeschlossen. Das Ergebnis: Erstmals stehen in der Hügelstraße zwischen Ginnheim und Eckenheim auf ganzer Länge beidseitig durchgehende Radverkehrsanlagen zur Verfügung.

Bild links: Sicher über die gefährliche Kreuzung — Fahrradfurt über die Eschersheimer Landstraße.
Bild rechts: Gut gelöst — der Übergang des neuen Fahrradstreifens auf den alten Radweg
Fotos: ms

Schwerpunkt der Arbeiten war die Schließung der Lücke über die Kreuzung mit der Eschersheimer Landstraße. In unguter Frankfurter Tradition endeten die vorhandenen Radwege weit vor der Kreuzung, um ausreichend Stauraum für den Autoverkehr schaffen zu können. In "sicherem Abstand" hinter der Kreuzung ging der Radweg dann weiter. Mit anderen Worten: ausgerechnet dort, wo sichere Radverkehrsanlagen am nötigsten sind, fielen sie mit schöner Regelmäßigkeit dem grenzenlosen Platzanspruch des Autoverkehrs zum Opfer.

In der Hügelstraße ist das nun anders. Die Lücken über die Eschersheimer Landstraße wurden mit auf der Fahrbahn abmarkierten Fahrradstreifen geschlossen. Dafür mussten lediglich die üppigen Fahrspurbreiten reduziert und einige Verkehrsinseln umgebaut werden. Etwas mehr Aufwand war erforderlich, um auch auf der Südseite östlich der Eschersheimer Landstraße einen durchgehenden Fahrradstreifen in Richtung Eckenheim herstellen zu können.

An der Kreuzung mit der Grafenstraße wirft bereits die nächste Generation von Fahrradrouten ihren Schatten voraus. Hier wird in einigen Jahren die sogenannte "Ostparallele Eschersheimer Landstraße" die Hügelstraße queren, um die seit mittlerweile über 10 Jahren gerungen wird. Die Hügelstraße ist für die Zukunft gerüstet, die Kreuzung mit der Grafenstraße berücksichtigt bereits die geplanten zusätzlichen Verkehrsbeziehungen. Natürlich wissen wir um die Macken der Altanlagen — besonders der Radweg auf der Nordseite zwischen Jean-Monnet-Straße und Dehnhardtstraße hat seine Tücken — aber jetzt wird erst einmal gefeiert!

(fb)

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