Ausgabe 3/2002   Mai/Junil

Doch nur ein Möchtegern-Hilfssheriff
In Ausgabe 6/2000 berichteten wir unter dem Titel „Selbsternannter Sheriff fackelt nicht lange“ über einen sich selbst als Staatsanwalt bezeichnenden Menschen, der gegen einen Radler tätlich wurde, der angeblich eine rote Ampel überfahren hatte. Da der Radler verletzt und sein Rad beschädigt wurde, stellte er Strafantrag.
Vor kurzem fand der Prozess statt und der zur Selbstjustiz neigende Autofahrer wurde zu zwei Monaten Fahrverbot und 90 Tagessätzen zu 40 EUR verurteilt.

Zum Bedauern des Staatsanwaltes kam es bei der Übermittlung der Akten an ihn zu Verzögerungen. Sonst hätte er den sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis beantragt, dem nach seiner Ansicht sicher gefolgt worden wäre.

Übrigens war der tätliche Autofahrer ob der Empörung über das vermeintliche Vergehen des Radlers so aufgeregt, dass er sogar sich selbst vergaß. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass der Rechtsanwalt sich als Staatsanwalt bezeichnete. Diesen Fall von Amtsanmaßung wollte der echte Staatsanwalt jedoch nicht verfolgen, um den Prozessbeginn nicht noch weiter zu verzögern.
Letztlich ist es jedoch erfreulich, dass die im damaligen Artikel geäußerte Hoffnung auf ein gerechtes Ende noch erfüllt wurde. (rha)

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