Fortschreibung Radverkehrs-Netz im Kreis
Nachdem wir mehrfach an verschiedenen Stellen auf die Defizite des 1992 erstellten Rad-Verkehrs-Netzes im Main-Taunus-Kreis (RVN) hingewiesen hatten, wurden wir Anfang 2007 vom Main-Taunus-Kreis gebeten, an der Fortschreibung des RVN mitzuwirken. Unsere Kritikpunkte waren im Einzelnen:

  • RVN mit Führungen fast nur außerhalb der bebauten Gebiete
  • fehlende Abdeckung des nördlichen Kreisgebiets
  • fehlende Berücksichtigung der Außenverbindungen im Norden und Westen

Bis zu unserer Mitwirkung wurden lediglich die Maßnahmen des RVN (vor allem Radverkehrsanlagen an Straßen) einzeln mit niedriger Intensität abgearbeitet.
Im Zuge dieser Arbeit haben wir  in Abstimmung mit den Kommunen des Kreises zunächst ein Gesamtnetz erstellt, das auch bebautes Gebiet durchquert. Es beinhaltet sowohl bestehende Wege als auch erforderliche Maßnahmen. Wichtigste Maßnahme ist hier die Schaffung einer Querung der Bahnlinie und der Landesstraße L 3011 Eppstein – Lorsbach – Hofheim – Hattersheim in Hofheim zwischen Hofheim-Süd und der Altstadt.

Ebenso haben wir mit den Kommunen die im Zuge eines Kreisnetzes auszuschildernden Ziele festgelegt. Dank einer Lizenzerweiterung für eine Netzplanungs-Software der Stadt Kelkheim auf die gesamte Fläche des MTK konnten wir bereits die in diesem Jahr im Bereich Eschborn von einem professionellen Planer erstellte Planung prüfen und an einzelnen Stellen Korrekturen vorschlagen, die auch aufgenommen wurden.

Außerdem wirken wir an einem Beschilderungssystem mit, das mit den Kommunen im Kreis abgestimmt wird. Von dieser sehr anspruchsvollen Aufgabe versprechen wir uns auf der einen Seite ein in absehbarer Zeit durchgehend nutzbares Radverkehrsnetz, auf der anderen Seite eine deutliche Steigerung der Attraktivität der Radnutzung im Kreis auch durch Personen, die bislang noch nicht viel mit dem Rad unterwegs sind.

Holger Küst

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