Editorial

Das Thema Fahrradbeleuchtung erreicht uns Jahr für Jahr gerne zur Umstellung der Uhren von der Sommer- auf die „Winter“-Zeit. Auch in diesem Herbst fallen mir unvermittelt die vielen unbeleuchteten Gestalten auf, die am frühen Abend im nun Dunkeln durch die Stadt flitzen. Doch es gibt auch ein neues Phänomen, das jahreszeitlich bedingt ist – die Blendung durch entgegen kommenden Radverkehr. Und damit meine ich nicht die alten herkömmlichen Lampen, die in beliebige Richtungen leuchten, nur nicht vor das eigene Vorderrad. Sondern die neuen, gleißend hell strahlenden Scheinwerfer, deren Preise locker die 100-Euro-Grenze überschreiten können und deren Leuchtkraft den Gegenverkehr nahezu zum Erblinden bringt. Dass Menschen, die solche technischen Meisterwerke besitzen, nicht in der  Lage sind, diese halbwegs verkehrsgerecht einzustellen, wundert mich sehr. Wenn schon hier die Technik dem Menschen über den Kopf wächst ...

Wundern kann ich mich auch an anderer Stelle immer wieder. Jeder von euch kennt das. Bordsteine werden neu gesetzt. Die Nullabsenkung im Verlauf von Radwegen ist dabei mal wieder nicht gelungen. Aber irgend ein gnädiger Mensch hat nachgebessert und mit ein paar Schaufeln Zement oder Asphalt die Schwelle provisorisch überrollbar gestaltet. Wer ist dieser Nachbesserer? Wer beauftragt ihn oder sie? Sind hier geheime Mächte im Dunkeln aktiv? Radfahrbüro, übernehmen Sie. Lösen Sie das Rätsel!

Wahrscheinlich ist es für euch, liebe Leserinnen und liebe Leser, nach einem Blick auf den Titel und auf nebenstehende Seite 3 recht einfach zu erkennen: Es gibt nun also ein „Radfahrbüro“ in unserer Stadt. Die Tagespresse berichtete bereits, wir tun dies ebenfalls. Ergänzend verweisen wir auf einen Leserbrief (Seite 20), der sich kritisch mit der wenig gendergerechten Stellenbesetzung in eben diesem Büro beschäftigt. Auch das ein Thema, an dem wir arbeiten könnten. Die Kontakte-Übersicht links auf dieser Seite präsentieren sich ebenfalls wenig gendergerecht.
Gute Fahrt, gleichberechtigt für Frauen und für Männer, wünscht
Peter für das Redaktionsteam

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15 April, 2012 I ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt