5. Bad Vilbeler Quellentriathlon
Aus der Sicht eines „Ersttäters“

Am Pfingstsonntag fand in Bad Vilbel im Rahmen des Quellenfests der 5. Bad Vilbeler Quellentriathlon statt. Nachdem ich in den vergangenen Jahren stets mit Begeisterung die Eisenmänner beim großen Frankfurt Ironman an der Strecke angefeuert hatte, wollte ich die Gelegenheit nutzen, einmal selbst an einem Triathlon teilzunehmen.

Nach dreimonatigem Training war es dann am 23. Mai soweit. Bei strahlendem Sonnenschein  gab Stadtrat Jörg Frank pünktlich um 9 Uhr im Bad Vilbeler Freibad den Startschuss zum 5. Quellentriathlon. Angesichts des Gedränges im Wasser (70 Teilnehmer auf 7 Bahnen) war es gar nicht so einfach für mich, meinen Schwimmrhythmus zu finden, sodass ich nach anfänglichem Kraulen zum Brustschwimmen überging, um leichter den Überblick zu behalten. Nach 22 Minuten waren die 1000 m dann geschafft und es ging in der Wechselzone aufs Rad.  
Eine Besonderheit des Bad Vilbeler Triathlons ist die sehr abwechslungsreiche Radstrecke. Auf 30 km größtenteils durch den Vilbeler Wald geht es immer wieder hinauf und hinunter; breitere Waldwege, kurvenreiche Pfade über Wurzeln und asphaltierte Wegstrecken wechseln beständig ab. Insgesamt waren auf den fünf Runden rund 400 Höhenmeter zu überwinden.

Vom Schwimmbad führte der Weg zunächst eben an der Nidda entlang bis zum Gerbersteg, bevor es am Friedhof einen steilen Schotterweg hinaufging. Weiter ging’s auf Feldwegen durch die Streuobstwiesen am östlichen Ortsrand, gefolgt von einer rasenden Abfahrt zum Hundedressurplatz und anschließenden fünf Runden durch den Bad Vilbeler Wald. Die gesamte Wegstrecke war hervorragend ausgeschildert, und alle Querwege waren mit Flatterband abgesperrt, sodass man sich nicht verfahren konnte. Auf Höhe der Kleingärten am Ritterweiher sorgten viele Helfer dafür, dass alle Teilnehmer ihre Rundenbändchen erhielten und vor dem folgenden langgezogenen Anstieg noch Verpflegung aufnehmen konnten.

Nach der Abfahrt den steilen Erzweg hinunter waren abschließend noch 8,5 km Laufen zu absolvieren. Auf der Strecke durch die Felder zwischen Bad Vilbel und Frankfurt-Harheim sowie an der Nidda ließ ich es in der prallen Sonne nun etwas ruhiger angehen und kam nach insgesamt etwas mehr als drei Stunden – und damit eine Stunde nach den Erstplatzierten – glücklich im Ziel an. Auch wenn ich mein Ziel, eine Zeit von unter drei Stunden zu erreichen, knapp verfehlt hatte, war ich mit dem Verlauf meines ersten sportlichen Wettkampfs seit 30 Jahren (damals Bundesjugendspiele in der Schule) sehr zufrieden!

Der Bad Vilbeler Quellentriathlon ist eine tolle Veranstaltung und auch für durchschnittlich trainierte Hobbysportler, die den Wettkampf nicht allzu verbissen angehen, gut zu bewältigen. Die eigentlich für Mountainbikes gedachte Radstrecke war auch mit meinem Treckingrad gut zu fahren. Sofern die Knochen halten und das Rheuma es zulässt, werde ich hoffentlich auch im nächsten Jahr wieder teilnehmen. Ein herzlicher Dank geht an die Organisatoren und Helfer sowie die vielen Zuschauer, die die Teilnehmer unterwegs immer wieder angefeuert haben. Es war ein tolles Erlebnis!

Joachim Brendel

Das Höhenprofil der Radstrecke – während des Wettkampfs eigenhändig aufgezeichnet

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2 Dezember, 2010 I ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt