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Lesermeinungen

Editorial (Frankfurt aktuell 6/2016)

Ja, auch die Redakteurinnen und Redakteure der FNP und auch der FAZ (und sicher auch der FR) kommen verstärkt mit dem Rad zur Arbeit. Aber nicht nur diese nutzen vermehrt das Fahrrad, um damit ihre Arbeitsstelle zu erreichen, auch andere Berufstätige aus den Büros der Zeitungs- und Buchverlage kamen und kommen verstärkt per pedale ins Geschäft geradelt. Dazu eine kleine Episode:

Als ich vor etwa 18 Jahren anfing, regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit bei der Frankfurter Societäts-Druckerei (ehemalige Druckerei der FAZ, Anm. der Red.) zu kommen, lag da im Hof – zwar schon regengeschützt – ein „Gestell“, das man landläufig als Felgenkiller bezeichnet. Damals war die Radlerzahl noch überschaubar. Mir als ADFCler war natürlich klar, für eine neue Radabstellanlage auf dem Firmengelände zu sorgen. Diese wurde schließlich auch installiert. Durch diese vom ADFC zertifizierte Anlage wuchs die Teilnehmerzahl derer, die mit dem Rad ins Geschäft kommen. Es gab ja jetzt eine vernünftige Abstellanlage.

Mit der Zeit wurde der Bedarf nach einer zusätzlichen Anlage größer: Auf der einen Seite zum Ausweiten standen aber nun die Motobiker und auf der anderen die Limousine des Geschäftsführers. Da die Motobiker ja auch Platzbedarf hatten, schien mir der Verzicht des Stellplatzes für den Pkw des Geschäftsführers logisch. Den Geschäftsführer davon zu überzeugen, auf den Stellplatz zu verzichten – daran glaubte keiner. Dass sich dann verschiedene Gremien mit diesem Argument ins Zeug schmeißen würden, daran glaubte ich selbst nicht mal.

So verging einige Zeit und ich beendete im Juni vorletzten Jahres meine Arbeit in Altersteilzeit im Abfeiermodus. Als ich dann im Frühjahr 2016 mal wieder die Kolleginnen und Kollegen besuchen wollte – mit'm Rad selbstverständlich – war auf dem einstigen Stellplatz der Geschäftsführerlimousine zu meiner Überraschung inzwischen eine weitere Fahrradabstellanlage installiert worden – was von weiteren radelnden Beschäftigten dankend angenommen wurde und das Leben wieder ein bisschen angenehmer macht … Man soll die Hoffnung nie aufgeben!

Helge Wagner


Abstellanlagen (Frankfurt aktuell 5/2016)

Ihrem Beitrag zu Fahrradabstellanlagen in Frankfurt aktuell 5_2016 stimme ich durchaus ganz überwiegend zu, nicht jedoch hinsichtlich der Ausführungen der Abstellanlagen.

Mir sind die Bügel – ob nun als Omega-Bügel oder besser noch als „Kreuzberger Bügel“ – wesentlich lieber als „Systeme mit definierter Radposition“.

Am Bügel kann man das Fahrrad standsicher anschließen, am besten mittels Schloss um Rahmen und Vorderrad, etwas weniger gut um Rahmen und Hinterrad. Das geht bei Systemen mit Laufrad-Klemmvorrichtungen im allgemeinen nicht. Dort ist es oft schwierig, wenn nicht unmöglich, den Rahmen sicher anzuschließen. Das nur am Vorderrad befestigte Fahrrad kann leicht am Heck umgesetzt oder sogar gänzlich umgehebelt werden. Aus diesem Grund meide ich Systeme mit ADFC-Zertifikat und nutze anstelle dessen lieber ein Verkehrsschild, einen Baum, ein Geländer oder dergleichen, wo diese Gefahren nicht bestehen.

Vorzugsweise setze ich mich aber für die Installation von Bügeln und dezidiert gegen die Verwendung von laufradfixierenden Systemen ein.

Hans Crauel

Inhalt Ausgabe 1 (Jan/Feb) / 2017

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