Ausgabe 6/2000   Nov. / Dez.


Fahrrad ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

Nationaler Radverkehrsplan bringt Handel in Schwung

Ein Nationaler Radverkehrsplan nach Vorbild des niederländischen Masterplan Fiets würde dem Fahrradhandel Umsatzsteigerungen bringen. Darauf wies der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) im Rahmen der Internationalen Fahrrad- und Motorradausstellung (IFMA) in Köln hin.

Mehrere Kosten-Nutzen-Analysen belegen, dass der volkswirtschaftliche Nutzen des Fahrrades weitaus höher liegt als die Kosten fahrradpolitischer Projekte. Das Fahrrad ist platzsparend, stadtverträglich, kostengünstig und universell einsetzbar und deshalb ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Ein Nationaler Radverkehrsplan trage dieser Tatsache Rechnung, indem er dazu beiträgt,

  • Arbeitsplätze in der Fahrradbranche zu schaffen und zu sichern,

  • Fahrradparken auf Straßen und Plätzen und in Privatgebäuden unterstützt,

  • die Innenstädte vom immer mehr im Stau stehenden Autoverkehr durch breitere, sicherere Radbahnen und Vorrangschaltungen an Ampelanlagen zu entlasten.

Für einen Nationalen Radverkehrsplan müssten acht Jahre lang jährlich 1,5 Milliarden DM und damit drei Prozent aus den bestehenden Verkehrshaushalten bereitgestellt werden. Durch den Masterplan Fiets konnte der Radverkehrsanteil in den Niederlanden auf 27 Prozent erhöht werden. Dieses Ziel sei auch in Deutschland erreichbar, so der ADFC. Derzeit liegt der Anteil in Deutschland bei etwa zwölf Prozent.

Pressemitteilung des
ADFC-Bundesverbandes

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