Ausgabe 2/1999   Mar. / Apr.


Editorial

Neulich durfte ich am eigenen Leib eine besondere Form der Konsumförderung erleben: Die geschenkgesteuerte Nachfolgeinvestition.

Es war mal wieder eine gute Gelegenheit, mich mit einem Geschenk zu bedenken. Man hatte eine hervorragende Idee, trommelte zahlreiche Menschen zusammen, sammelte eine Menge Geld und kaufte einen Fahrradanhänger.

Es handelt sich um einen richtig luxuriösen Einradanhänger mit wasserdichter und abschließbarer Transportbox und Aufhängung an der Hinterradachse. Diese Art der Aufhängung führt jedoch zu einem kleinem Problem: am Hinterrad ist eine Spezialachse erforderlich. Wenn nun jemand meint, es sei ein Problem, diese zu beschaffen – nein, sie lag sogar bei.

Leider verfügt mein Fahrrad über eine Nabenschaltung (so eine richtig alte zweizügige 5-Gang-Nabe von Sachs) und da tut sich nix mit Spezialachse.

Also wird jetzt die lange hinausgeschobene Anschaffung eines neuen Rades mit Kettenschaltung endlich ein wenig beschleunigt.

Was mich daran jedoch ein wenig stört, ist die Tatsache, daß die Anhänger-kaufende Person dem Verkäufer ihr technisches Unverständnis deutlich gemacht und deshalb eine besonders genaue Beratung erwartet hat.

Daß mein Fahrrad eine Nabenschaltung hat, war bekannt. Nur leider ließ der Verkäufer auch nicht mit der kleinsten Andeutung durchblicken, daß sich der Anhänger nicht an allen Rädern problemlos anbringen läßt.

Ist das die Art von Beratung, die ich im Fachhandel erwarten darf? Oder kennt vielleicht ein technisch begabtes ADFC-Mitglied eine Möglichkeit, einen solchen Anhänger an einem Rad mit Nabenschaltung zu verwenden?

Auf eine rege Diskussion freut sich

Euer Redaktionsteam

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