Ausgabe 2/1999   Mar. / Apr.


Warum ist bei Fahrrädern häufiger der Hinterreifen platt als der Vorderreifen?

Aus dem gleichen Grund wie bei Motorrädern, Autos, Krankenfahrstühlen, luftbereiften Pferdeanhängern etc.: Weil potentiell reifenperforierende Gegenstände auf der Fahrbahn (Beispiel Nagel) zunächst flach und vergleichsweise harmlos daliegen. Das darüberrollende Vorderrad des Fahrrades (oder Motorrades, Autos, Krankenfahrstuhls...) schleudert diesen Gegenstand hoch, so daß es das Hinterrad überproportional häufig mit der Spitze oder anderen, sonst flach auf der Fahrbahn liegenden Teilen zu tun bekommt.

Übrigens wird auch in diesem Fall Murphy’s Law fehlgedeutet: Es besagt nicht, daß immer oder auch nur überproportional häufig der ungünstigste denkbare Fall eintreten wird, sondern nur, daß dieser irgendwann eintreten wird („whatever can fail will eventually do so"); übertragen auf das Fahrradbeispiel heißt das lediglich, daß:

a) eine Reifenpanne sich irgendwann ereignen wird (Konsequenz 1 aus Murphy’s Law: Flickzeug dabeihaben) und
b) in einer beliebig langen Serie von Pannen irgendwann einmal das Hinterrad betroffen sein wird (Konsequenz 2: Werkzeug zum Hinterradausbau dabeihaben).

Dr. Hartmut Buhck

Dazu meint die Redaktion: Jede wissenschaftliche Betrachtung dieses Themas (Murphy fehlgedeutet oder nicht) ist völlig überflüssig. Wäre es komplizierter, das Vorderrad auszubauen, hätten die Naturgesetze irgendwas eingeführt, was einen häufigeren Platten am Vorderrad verursachte.

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