Tolle Wege zu entdecken
Empfehlungen zur Gestaltung von Bahntrassenradwegen

Der Trend zum Ausbau ehemaliger Bahnstrecken zu Radwegen ist ungebrochen. Allein in Nordrhein-Westfalen ist der Ausbau von Strecken geplant, die sich auf über 360 km summieren. Hierbei wurde mittlerweile eine Stufe der Professionalität erreicht, die aufhorchen lässt.

In Nordrhein-Westfalen wurde die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH (kurz BEG) gegründet, die als kompetenter Ansprechpartner und Vermittler zwischen der Bahn und den Kommunen auftritt, wenn es um die Umnutzung alter Bahnstrecken geht. Im Auftrag der BEG wiederum hat der ADFC Nordrhein-Westfalen ein 81 Seiten starkes Papier verfasst, das Empfehlungen zur Gestaltung von Bahntrassenradwegen enthält. Dabei wird nach Wegen mit überwiegend touristischer Nutzung und solchen mit Alltagsnutzung unterschieden. Von der Mindestfahrbahnbreite über die Ausführung von Rastplätzen bis zur Tunnelinnenbeleuchtung wird kein Thema ausgelassen. Immerhin: An mehreren Stellen wird der Milseburgradweg in der Rhön in seiner Vorbildfunktion fotografisch dokumentiert.

Auch in Hessen sind weitere Bahntrassenradwege in der Diskussion, in Planung oder im Bau. Wenn die Empfehlungen des ADFC Nordrhein-Westfalen bei der Realisierung umgesetzt werden, dann gibt es in den nächsten Jahren noch einige tolle Wege zu entdecken und zu erradeln.
So nebenbei: Vieles davon ist auch auf „klassische“ Radwege übertragbar. Wir sollten schauen, dass die Verantwortlichen für Radwegebau die Empfehlungen des ADFC NRW in die Hände bekommen:

www.adfc-nrw.de, Stichwort Alleenradwege.

Christian Martens

PS: Eigentlich sollte dieser Beitrag verknüpft sein mit einem Bericht zu dem im Mai im Hunsrück neu eröffneten Hochwald-Ruwer-Radweg. Leider aber kam ich noch nicht dazu, den allmählichen Aufstieg von der Mosel ins Mittelgebirge zu genießen.

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15 April, 2012 I ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt