Ausgabe 2/2000   Mar. / Apr.


Bericht von der Mitgliederversammlung

Das Wichtigste vorweg: Der alte Vorstand wurde mit großer Mehrheit bei leicht veränderter Zusammensetzung wiedergewählt. Anne Wehr, Kamilla Nuyken, Bertram Giebeler, Jürgen Johann, Fritz Biel und last but not least Schatzmeister Jean Coquelin — das ist das Team, das seit zwei Jahren die Geschicke des ADFC Frankfurt lenkte. Als "selbstbewussten Rückblick" charakterisierte Bertram Giebeler den Bericht des Vorstands an die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes. Der sechsköpfige Vorstand hatte in seiner Bilanz nur Positives zu berichten.

ADFC Frankfurt e.V.

Mit der Verabschiedung einer neuen Satzung auf der letztjährigen Mitgliederversammlung wurde die nötige Voraussetzung geschaffen; der Vorstand erhielt den Auftrag, alles weitere in die Wege zu leiten.

Jetzt wurde Vollzug gemeldet. Der ADFC Frankfurt ist seit dem letzten Sommer ein eigenständiger, eingetragener Verein. Anne Wehr hatte diese Aufgabe mit viel Elan vorangetrieben.

Das liebe Geld

Die Finanzen wurden weiter konsolidiert, der seit der "Liquiditätsschwäche" Ende 1997 eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt, Kosten zu senken und die Aktivitäten des Vereins möglichst selbsttragend zu konzipieren.

Neue Geschäftsstelle

Als gutes Beispiel mag hier die neue Geschäftsstelle des ADFC Frankfurt in der Fichardstraße 46 gelten, die vermutlich im Juni bezogen wird. In Frankfurt Räume zu finden, die größer, billiger und auch noch zentraler sind, ist schon eine Leistung. Stolz schwenkte Bertram den neuen Mietvertrag. Als Geburtshelfer hatte sich Michael Dorgarten bewährt.

Fritz Biel ist jetzt
ADFC-Radverkehrsberater

Andere beschäftigen Stauberater, der ADFC Frankfurt hat seit dem 1.1.2000 einen hauptamtlichen Radverkehrsberater. Fritz Biel ist es gelungen, das Stadtparlament dafür zu gewinnen, die städtischen Zuschüsse für die verkehrspolitische Arbeit des ADFC so stark zu erhöhen, dass in Verbindung mit Mitteln des Arbeitsamtes aus der Schwerbehindertenförderung die Einrichtung dieser hauptamtlichen Stelle möglich wurde.

Damit ist sichergestellt, dass die erfolgreiche verkehrspolitische Arbeit des ADFC Frankfurt in der Kommunalpolitik ungeschmälert fortgesetzt werden kann. Fritz hätte andernfalls aus familiären Gründen nach den Sommerferien seine Aktivitäten für den Verein sehr stark reduzieren müssen. Die Sorgen einiger Mitglieder, der ADFC Frankfurt bewege sich mit der eingegangenen Verpflichtung auf zu dünnem Eis, konnten durch ausführliche Informationen in der anschließenden Diskussion ausgeräumt werden.

Aktivitäten

Über die Arbeit des ADFC Frankfurt sind die Mitglieder dank der guten Arbeit des Redaktionsteams von frankfurt aktuell bestens informiert. Neu sind die vielfältigen Informationen auf den Internetseiten unter www.adfc-frankfurt.de.

Noch nie waren so viele Menschen aktiv für die Ziele des ADFC. In allen Bereichen hat der ADFC seine Aktivitäten im letzten Jahr ausgeweitet und seine Position als "die Instanz" in Sachen Radverkehr festigen können.

Rekordleistung auch beim Tourenprogramm 2000. Die ersten Exemplare lagen auf der Versammlung vor. Noch nie war es so früh fertig, noch nie so umfangreich und vielfältig. InDerStadt-Touren und Seniorentouren sind zwei neue Angebote, mit denen neue Zielgruppen gewonnen werden sollen.

Umfang- und erfolgreichreich — so der Bericht zur Arbeit der AG Verkehr. Die Resonanz in den Medien konnte erheblich gesteigert werden. Höhepunkt sicher das "Stadtgespräch" im Hessenfernsehen, auch wenn die vorgegebene Themenstellung "Stadtplage Radfahrer" eher ärgerlich war.

Prüfung

Bei soviel positiven Nachrichten war die Entlastung des Vorstands kein Problem, die eine Gegenstimme wohl unvermeidlich. Die Kassenprüfer hatten die Kasse geprüft und außer einem kleinen Rechenfehler bei der Inventur des Infoladens nichts zu bemängeln. Dem Finanzplan für das nächste Amtsjahr wurde zugestimmt mit der Ergänzung, dass noch die neuesten Zahlen zur Finanzierung der Stelle von Fritz Biel eingearbeitet werden.

Neuwahlen

Mit Ausnahme von Fritz Biel trat der bisherige Vorstand geschlossen wieder an. Fritz hatte zuvor erklärt, warum er in diesem Jahr nicht kandidiert und sich auf seine Arbeit als Verkehrspolitischer Sprecher konzentrieren möchte. Neu zur Wahl stellten sich Alexandra Schmehl (AG Verkehr) und Klaus Konrad, der Organisator der Seniorentouren. Die Wahl brachte ein klares Ergebnis: Alle sieben Kandidaten wurden mit Mehrheiten von 90% und mehr gewählt. Das ist die Basis für eine gute Zusammenarbeit. Wiedergewählt wurden auch die Kassenprüfer Ecki Wolf und Michael Dorgarten. Zum Schluss wurden noch die Delegierten für die Landesversammlung am 18. März in Darmstadt bestimmt.

Nicht behandelt wurde auf Beschluss der Versammlung ein satzungsändernder Antrag von Freya Linder zur Änderung der Frauenquote. Das Thema soll nun im Laufe des Jahres diskutiert und bis zur nächsten Mitgliederversammlung nach einer für alle akzeptablen Lösung gesucht werden.

Im Vorjahr hatte Johannes Wagner in seinem Schlusswort festgestellt: "... lang ist’s her, dass ein Vorstand mit so großer Mehrheit wiedergewählt wurde." Davon konnte in diesem Jahr keine Rede sein, es war schließlich gerade erst ein Jahr her.

(fb)

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