Kurzmeldungen

U-Bahn-Station Grüneburgweg – Radfahrstreifen freiräumen
Seit fast zwei Jahren währt nun schon die Sperrung des stadteinwärts führenden Radfahrstreifens durch den Bau des Aufzugs an der U-Bahn-Station Grüneburgweg. Seit Monaten ist dort oberirdisch keinerlei Aktivität mehr erkennbar. Trotzdem ist der Radfahrstreifen weiterhin mit Absperrzäunen zugestellt und zwingt die Radfahrer zum Ausweichen auf die Fahrbahn. Es ist keinerlei Grund erkennbar, warum die Absperrungen weiterhin den Radfahrstreifen blockieren müssen. Sie könnten problemlos auf den Bordstein aufgestellt werden. Der ADFC fordert die Verlagerung der Baustellenabsperrung auf den Bordstein und die Freigabe des Radfahrstreifens.

Neue Niddabrücke Marquardstraße – Sperre zurückbauen
Helge Wagner hat recht (s. Beitrag nächste Seite). Es ist schön, dass es in Rödelheim in der Verlängerung der Marquardstraße wieder eine vernünftig befahrbare Brücke über die Nidda gibt. Leider dürfte seine Freude nicht allzu lange gewährt haben, denn das von ihm mitgeschickte Foto ist bereits überholt. Es zeigt die sogenannte Umlaufsperre, wie sie schon an der alten Brücke installiert war. Vor einigen Tagen erhielten wir von Ralf Erbskorn ein Bild vom aktuellen Zustand (s. Foto oben), das er zusammen mit einem Schreiben an das Straßenbauamt geschickt hat. Offensichtlich war einigen Leuten die alte Sperre nicht „wirksam“ genug. Derlei Rohrkonstruktionen heißen im Volksmund auch Drängelgitter. Der Name passt viel besser, denn der Einbau solcher Sperren führt häufig zu Gedränge und erzeugt damit erst den Ärger, der nach der Vorstellung der Initiatoren durch diese Einrichtungen angeblich verringert wird. Im dichten Gedränge eines Schuleingangs an einer verkehrsreichen Straße mag das ja angehen, aber nicht in einer so übersichtlichen Situation wie an der Niddabrücke in Rödelheim. Das monströse Sperrwerk ist nichts anderes als ein Reflex altbekannter fahrradfeindlicher Klischees. Am Ende leiden immer die Falschen. Es trifft vor allem Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen, Radfahrer mit Anhängern, Dreirad- und Tandemfahrer. Es sollte schnellstens wieder verschwinden.

PS: Die SPD hat im zuständigen Ortsbeirat 7 einen Antrag eingebracht. Auch sie freut sich, allerdings über das neue Sperrwerk. Wenn es nach der SPD in Rödelheim geht, soll der Ortsbeirat den Magistrat bitten „zu prüfen, welche Niddabrücken im Ortsbezirk 7 ebenfalls mit solchen Absperrungen versehen werden können.“ Da kann man nur hoffen, dass andere vernünftiger reagieren. In diesem Sinne – Friede!

Radverkehr Ginnheimer Landstraße – Konzept nach Stopp der U-Bahn
Mit dem Stopp der U-Bahn-Pläne für die D-Linie zwischen Hauptbahnhof und Ginnheim durch die schwarz-grüne Koalitionsvereinbarung nach der Kommunalwahl 2006 wurden auch die damit gekoppelten Pläne zur Wiederherstellung der Oberfläche nach Abschluss der Bauarbeiten obsolet. Diese sahen unter anderem umfangreiche Verbesserungen für den Radverkehr in der Franz-Rücker-Allee und der Ginnheimer Landstraße vor. So sollten im problematischen Abschnitt zwischen Wilhelm-Epstein-Straße und der Ginnheimer Waldgasse Schutzstreifen angelegt werden. Die Franz-Rücker-Allee sollte Radfahrstreifen erhalten und an der Kreuzung mit der Frauenlobstraße sollte endlich die katastrophale Führung des Radverkehrs verbessert werden. Schon Anfang der 90er-Jahre gab es hierfür eine Planung, die aber wegen der U-Bahn zurückgestellt wurde. Drei Jahre nach deren Ende ist es an der Zeit, neu über die Ausgestaltung dieser Strecke unter dem Blickwinkel des Radverkehrs nachzudenken.

Fritz Biel

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15 April, 2012 I ADFC Frankfurt am Main e. V. Impressum | Kontakt