Neuer Radstreifen auf der Eckenheimer Landstraße

Die Eckenheimer Landstraße macht Fortschritte für die Radfahrerinnen und -fahrer nach Norden zwischen Glauburgstraße und Alleenring. Auch im Marbachweg gibt es einen kleinen Fortschritt.

In Heft 1/2009 hatten wir über eine lobenswerte Verbesserung einer kurzen Strecke auf der Eckenheimer Landstraße stadteinwärts berichtet. Gleichzeitig hatten wir zu hoffen gewagt, dass auf der gegenüberliegenden Seite stadtauswärts für die Radfahrer ebenfalls eine akzeptable Lösung gefunden wird. Dank der Initiative der Grünen und schließlich des gesamten Ortsbeirates 3 im Nordend wurde eine Anregung an den Magistrat gestartet. Der Ortsbeirat 3 sprach die Bitte aus, „auf dem östlichen Bürgersteig der Eckenheimer Landstraße in dem Abschnitt zwischen Händelstraße und Nibelungenallee eine Fahrradspur einzurichten“. In der Begründung heißt es unter anderem: „In dem oben genannten Abschnitt zwischen Händelstraße und Alleenring ist es für Fahrradfahrer/innen sehr gefährlich, auf der Eckenheimer Landstraße zu fahren, denn die Autofahrer/innen können wegen der zwei engen Fahrspuren und der erhöhten Linienführung der U 5 in diesem Abschnitt ... einem Radfahrer kaum ausweichen.“
Die Anregung wurde am 14. Februar 2008 in der Vorlage OM 2002 weitergegeben und  vom Magistrat am 25.04.2008 angenommen.

Die Realisierung der Vorlage erfolgte im Verlaufe des Frühlings diesen Jahres durch das Straßenverkehrsamt. Erfreulicherweise sind die Kollegen im Straßenverkehrsamt bei der Planung und Umsetzung über die Anregung des Ortsbeirates hinaus gegangen. Dies geschah in zwei Bereichen. Der erste Bereich ist die Strecke in der Eckenheimer Landstraße von der Kreuzung mit der Glauburgstraße bis zur Einmündung der Händelstraße. Hier erhielt die Eckenheimer einen Radstreifen. Für Autos blieb genügend Fahrraum, die Radfahrer/innen sind in dem Bereich gut sichtbar. Dies gilt bis zum Fußgängerüberweg vor der Einmündung des Oederwegs unterhalb der Händelstraße. Etwas beengt ist die Fahrbahn im Bereich dieses beampelten Fußgängerüberweges nur für LKW (siehe Bild 1). Für PKW reicht die Fahrbahnbreite aus.

Ein zweiter Bereich wurde bei der Planung und Umsetzung für einen Radstreifen am Ende des Oeder Wegs berücksichtigt. Den Beginn zeigt das Bild 2. Der Radstreifen quert dann die U-Bahnstrecke und führt auf die Ostseite der Eckenheimer Landstraße, wie Bild 3 zeigt.

Nach der Überquerung des Fußgängerüberweges in der Eckenheimer (Bild 1) müssen sich die Autofahrer noch hinter einander halten. Erst an der Einmündung der Händelstraße schwenkt der Radstreifen nach rechts und verläuft weiter auf dem ehemaligen Gehweg (Bild 4).

Hier beginnt dann die vom Ortsbeirat 3 angeregte Fahrradspur als vom Gehweg getrennter Radweg. Von hier ab verfügt die Eckenheimer wieder über zwei Fahrspuren und die Radfahrer und -fahrerinnen müssen sich nicht behindert fühlen. Allerdings zeigt das Bild 4 auch, dass Fußgänger immer wieder achtlos über Radstreifen laufen. Hier ist es eine ganze Familie, die den von hinten nahenden Radfahrer zum Ausweichen zwingt.  Die parkenden Autos stehen im folgenden Abschnitt in aller Regel in Längsrichtung ohne Behinderung des Radweges.
Auf einer kurzen Strecke wurde vor einiger Zeit auch im Marbachweg ein Schutzstreifen angelegt. Dies geschah allerdings nur über die Einmündung der Mierendorffstraße in den Marbachweg. Der Schutzstreifen beginnt etwa 50 Meter vor der Kreuzung in Richtung Eschersheimer Landstraße (siehe Bild 5). An der Einmündung der Mierendorffstraße ist er übersichtlich markiert und endet wiederum etwa 50 Meter hinter der Kreuzung. Der Abschnitt sorgt dafür, dass die Motorfahrzeuge für die Radler den notwendigen Platz frei halten und das Überqueren der Kreuzung erleichtert wird. Darüber hinaus ist im Gegensatz zu früher das Abbiegen der Fahrzeuge vom Marbachweg in alle Richtungen erlaubt, ebenso wie von der Mierendorffstraße nach links in den Marbachweg Richtung Osten.

Was den Schutzstreifen angeht, so wünscht man sich eine Verlängerung in beide Richtungen. Vom Marbachweg führt neben der Hausnummer 310 eine Stichstraße zur Wöhlerschule. Viele Schüler und Schülerinnen fahren mit dem Fahrrad zur Schule und befahren den Gehweg auf dieser Seite in beiden Richtungen, meist in hoher Geschwindigkeit von und zur Schule. Diese würden sicher die Fahrbahn in Richtung Westen häufiger benutzen, wenn sie durchgehend einen markierten Radstreifen hätten. Anders verhielte es sich sicherlich in Richtung Osten.
Auf jeden Fall bedanken wir uns bei dem Straßenverkehrsamt und wünschen, dass an  weiteren Stellen in der Stadt – hoffentlich auch durch Anregungen der Ortsbeiräte – notwendige Initiativen für den Radverkehr umgesetzt werden. Dieser Wunsch geht auch an die Radfahrer, denen solche Stellen auffallen

Fitz Bergerhoff

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