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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

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Baustellenumleitung – es geht doch!

Na also, geht doch. Radfahrer und Fußgänger werden sicher durch die Baustelle geführt.
Foto: Helmut Lingat

In Sindlingen wird seit Ende Juli 2015 der "Sindlinger Kreisel" auf der Hoechster-Farben-Straße bis voraussichtlich Mitte September 2015 saniert. Diese Baumaßnahme umfasst die vollständige Erneuerung der kompletten Asphaltoberfläche. Außerdem werden eine neue Lichtzeichenanlage sowie zwei Zebrastreifen auf der Hoechster-Farben-Straße eingerichtet. Die Überwege werden behindertengerecht gestaltet. Die Kreisel-Zufahrten von der Sindlinger Bahnstraße und vom Tor West des Industrieparks Höchst sind während der gesamten Bauarbeiten gesperrt. Der Verkehr wird weiträumig umgeleitet. Der Verkehr auf der Hoechster-Farben-Straße wird durchgeschleift. Seit vielen Jahren wurde diese Erneuerung des Sindlinger Kreisels herbeigesehnt. So weit so gut.

Jetzt wird es spannend:

Als ich das erste Mal nach Einrichtung der Baustelle mit dem Fahrrad von der Sindlinger Bahnstraße aus Norden kommend auf den Kreisel zufuhr, hatte ich keine große Erwartungshaltung an die Verkehrsführung für Fahrradfahrer.

Ich hatte bisher häufig genug in Baustellen die Erfahrung gemacht, dass ich als Radfahrer völlig gedankenlos in lebensgefährliche Situationen gebracht werde. Ich ging davon aus, dass wie häufig bei Baustellen nicht an Fahrradfahrer gedacht wurde.

Fotos: Helmut Lingat

Umso erstaunter blickte ich auf eine eindeutige fahrrad- und fußgängerfreundliche Ausschilderung. Das machte mich neugierig. Also sah ich mir alle für den Autoverkehr gesperrten Zu- und Abfahrten des Kreisels genauer an. Mein Erstaunen nahm zu. Obwohl es baustellenbedingt nicht viel Platz für Fahrradumfahrungen gibt, sind alle Zu- und Abfahrten für Radfahrer und Fußgänger ausgeschildert. Somit bin ich als Fußgänger und Fahrradfahrer durch die Baustelle nicht eingeschränkt. Die einzige Einschränkung als Fahrradfahrer ist der relativ geringe Platz, den ich mir mit den Fußgängern teilen muss. Das nehme ich sehr gerne in Kauf. Der geringe Platz ist den Baustellengegebenheiten geschuldet. Hier zeigt sich dass es möglich ist, trotz geringer Platzverhältnisse eine sichere und eindeutige Verkehrsführung für Fußgänger und Fahrradfahrer in Baustellen zu organisieren.

Ich bin begeistert und spreche den Baustelleneinrichtern am "Sindlinger Kreisel" ein ganz, ganz großes Lob aus.

Ich hoffe und wünsche mir, dass dieses Beispiel in andern Baustellen Schule macht.

Helmut Lingat