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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt

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Flying Toreros

Als wir am 6.8.2006, einem Sonntag, morgens aufstanden, regnete es. Vielleicht lag es am Wetter, dass um 9.30 Uhr an der Wörthspitze, der Mündung der Nidda in Höchst in den Main, lediglich 3 Radler auf die Tourenleitung warteten? Christian Kümmerlen, einer aus Schwalbach und einer aus Praunheim. Wir unterhielten uns eine Weile in der Hoffnung, dass noch einige Nachzügler kommen würden. Christian berichtete uns anhand seiner Fotos von seiner Tour auf dem Milseburgradweg (www.milseburgradweg.de) in der Rhön, die er tags zuvor mit anderen ADFC’lern gefahren war. Man fährt mit dem Zug von Frankfurt um 8:26 Uhr nach Fulda (Ankunft 9:48 Uhr), folgt dann ca. 3 km dem R 3 bis zum Startpunkt des Milseburgradweges in Fulda-Petersberg. Es handelt sich um eine ehemalige Eisenbahnstrecke, die stillgelegt und extra für das Radfahren asphaltiert wurde. Auf halber Strecke fährt man 1 km lang durch den Milseburgtunnel und spart sich so den Höhenweg an der Oberbernhardser Höhe mit über 645 Höhenmetern. Im Winter halten die Fledermäuse im Tunnel ihre Winterruhe, er ist für diesen Zweck geschlossen. Ab Petersberg sind 27 km bis Hilders zu bewältigen. Man muss sich schon etwas beeilen, um die insgesamt 60 km hinter sich zu bringen und wieder rechtzeitig um 18:08 Uhr den Zug ab Fulda nach Frankfurt am Main zu erwischen. Nur an Sonn- und Feiertagen kann man den Rhönradbus bis Hilders benutzen und muss nur eine Strecke zurück nach Fulda fahren. Der Bus fährt in Fulda am Bahnhof um 10:10 Uhr los und braucht bis Hilders 70 Minuten.

Nach der obligatorischen „Viertelstunde“ wollten wir Richtung Hattersheim losfahren. Just in diesem Moment kam Maggie, eine Freundin von uns und gleichzeitig ADFC Mitglied, die schon 15 km Radfahren hinter sich hatte. Klasse, jetzt waren wir immerhin zu sechst! Hattersheim erreichten wir nach ca. 40 Minuten und 11,5 km. Wir erlebten den Soundcheck der Flying Toreros vor Beginn des Konzerts um 11 Uhr mit. Noch hatten wir freie Platzwahl um zusammen zu sitzen, zum Glück, denn der Innenhof füllte sich schnell. Wir saßen unter einem der großen, orangenen Sonnenschirme, der uns vor Regen schützen sollte. Aber für heute hatte sich der Regen verabschiedet!

Im Posthof gibt es immer was zu trinken und leckere Bratwürste. Und die „Flying Toreros“ ( www.toreros.de ) waren einfach toll. In der Mitte stand das Schlagzeug, rechts und links Keyboarder, Gitarrist und Bassist, innen die beiden Sängerinnen Magdalena und Indah. Magdalena singt wie Nena und Indah, mit einer tiefen, melodischen, sehr kräftigen Stimme, singt einfach erstklassig. Im Mittelpunkt Ralf, ganz in schwarz in Hüfthosen mit Schnallengürtel. Wenn etwas an einen Torero erinnert, dann Ralf, der mit seinem Pferdeschwanz wie einer aussieht. Wenn er singt, tobt das Publikum, besonders die Frauen, denn er schwingt die Hüften wie einst Elvis Presley, einfach unglaublich!

Die Musik ist top, man/frau will gar nicht, dass sie aufhört. Aber wenn Schluss ist, ist Schluss und nach 2 1/2 Stunden kann sich da auch keiner beklagen. Ralf gelang es sogar einen Gast zu motivieren, für das Publikum und seine Freundin eine Tabledanceeinlage auf der Bühne zu bringen, was sehr mutig war. Und das Publikum kringelte sich darüber vor Lachen. Aber auch der Sänger Ralf stand auf den Biertischen und animierte das Publikum von dort erfolgreich, mitzusingen. Unsere Wege trennten sich nach Ende der Zugaben. Der unermüdliche Christian fuhr mit Karin und Waltraud noch weiter zum Wickerer Weinfest. Im nächsten Jahr sehen wir uns vielleicht bei unserer 1-Sterneradtour zur Musik im Posthof Hattersheim, wenn dort wieder die Post abgeht!

Angelika Dietrich

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Milseburgradweg am ehemaligen Bahnhof .
Langenbieber
Milseburgtunnel

Foto: Christian Kümmerlen

13.09.2006 I ADFC Frankfurt am Main e. V. |