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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

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Editorial

Vor einigen Jahren wurden am Mainuferweg in Oberrad graue Pfosten aufgestellt, um Autofahrer von der Befahrung des Weges abzuhalten. Diese Pfosten waren leider bei Dunkelheit auch im Scheinwerferlicht kaum zu entdecken. Nach einem Hinweis auf diesen gefährlichen Zustand besserte das Grünflächenamt nach und versah die Pfosten mit Reflexstreifen.

In Offenbach wurde der Radverkehr wegen des Neubaus der Mainbrücke umgeleitet. Der Weg entlang des Mains verschwenkte nun mitten zwischen dunkelgrauen Pollern hindurch. Es dauerte nahezu ein Jahr, bis einige dieser nachts unsichtbaren Poller zwar nicht entfernt, aber durch besser sichtbare rot-weiß gestreifte Stangen ersetzt wurden.

Foto: Jockel Hofmann

Jetzt hat sich das Frankfurter Grünflächenamt die Führungsrolle bei den gefährlichen Eingriffen in den Radverkehr zurück erobert: Nach Rodungsarbeiten von "Stadtforst Frankfurt" fand ein Leser unserer Zeitung die Brücke über die Autobahn durch ein rot-weißes Band versperrt. Fast hätte er das lose im Wind flatternde Warnband ignoriert, doch konnte er in letzter Sekunde einen stabilen Draht entdecken, der zusätzlich über die ganze Breite der Brücke gespannt war. Unser Leser war bei Tageslicht unterwegs. Nachts, denkt er erschrocken, wäre dieser dünne Draht auch im Scheinwerferkegel einer modernen Lichtanlage kaum zu erkennen gewesen und hätte ihn unweigerlich zu Fall gebracht.

Wir haben Verständnis dafür, wenn bei Rodungsarbeiten im Wald vorübergehend Wege gesperrt werden. Dass dort dann oftmals keine Umleitung ausgeschildert wird, nehmen wir schon fast schulterzuckend zur Kenntnis und drücken uns irgendwie an den Sperrflächen vorbei. Keinerlei Verständnis aber haben wir für einen derart massiven Eingriff in den Rad­verkehr. Der Leser meint: "Wer diesen gemeingefährlichen Unsinn verzapft hat, gehört dringendst in eine Nachschulung geeigneten Inhalts!". Dieser Ansicht schließen wir uns an.

Es gibt kaum Schöneres, als auf dem Arbeitsweg frische Waldluft atmen zu können, meint Georgios Kontos. Auch dieser Ansicht schließen wir uns an und empfehlen allen Lesern den Beitrag des regionalen Radverkehrsbeauftragen auf Seite 18. Denn nicht nur frische Luft beschäftigt Kontos, sondern viele andere Facetten des Radverkehrs – da tut sich Überraschendes auf.

Weniger überraschend: Weihnachten steht vor der Tür. Auch beim ADFC. Wir sehen uns hoffentlich bald in Bockenheim (Seite 8).

Peter für das Redaktionsteam