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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

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Endlich ist der erste Schritt getan: Neuer Rad-Schutzstreifen entlang der Eschborner Hauptstraße
Foto: Gabriele Wittendorfer

Eschborn feiert Fahrrad-Schutzstreifen

In der Hauptstraße wurde ein guter erster Schritt getan, aber eine Fortführung ist unabdingbar

Am 26. September feierten Bürgermeister Geiger und Erster Stadtrat Ebert auf dem Festplatz in Eschborn mit zahlreichen Bürgern die Fertigstellung einer neuen Radverkehrsanlage entlang der Eschborner Hauptstraße. Auch die ADFC-Ortsgruppe freut sich sehr über diesen Erfolg, sagt aber: Ein guter erster Schritt – eine Fortführung ist allerdings unabdingbar und sicherlich auch machbar.

Es handelt sich dabei um eine innerorts beidseitig geführte Kombination von Rad-Schutzstreifen bzw. in einem Teilabschnitt frei gegebenem Geh- und Radweg. Auf einer Länge von über einem Kilometer begleitet er die rund drei ­Kilometer lange Eschborner Hauptstraße, die sich vom Kreisel beim Blumenhaus im Eschborner Osten bis zum Sozialzentrum in Niederhöchstadt zieht.

Ein Schutzstreifen ist Teil der Fahrbahn und kann von Kraftfahrzeugen im Bedarfsfall benutzt werden. Durch Weglassen der Markierung in der Fahrbahnmitte kann der Schutzstreifen auch bei einer Fahrbahnbreite von mindestens sieben Metern eingerichtet werden. Es sollte also kein Problem sein, ihn bis zur Kreuzung der Hauptstraße mit der Steinbacher Straße weiter zu führen.

Aber auch an anderen Stellen im Stadtgebiet gibt es noch viel zu tun. Die derzeitige Verbindung entlang der Sossenheimer Straße ist in einem katastrophalen und hochgradig unsicheren Zustand und sollte umgehend entsprechend der StVO hergerichtet werden.

Im Gewerbegebiet Süd und im Camp Phönix Park wird mit reich­licher Verspätung nun endlich auch Raum für Fahrradfahrer geplant. Mit einem neuen Fahrradvermietsystem soll der Anteil der Fahrradfahrer am Gesamtverkehr gesteigert werden, was hier hoffentlich zu einer spürbaren Entlastung führen wird.

Die Radverkehrsinitiative im Gewerbegebiet Süd wird allerdings aufgrund der hohen Verkehrsdichte ohne durchgängige Radfahrstreifen nicht funktionieren – nur ganz hartgesottene Radfahrer stürzen sich hier zu Hauptverkehrszeiten per Pedale in den Kampf um den Verkehrsraum. Und benutzungspflichtige Zweirichtungs-Bordsteinradwege, die an einer Drückerampel im Nichts enden, werden den Anforderungen von Alltagsradfahrenden einfach nicht gerecht.

Auf der Agenda der AG Radverkehr stehen noch weitere für Alltagsradler wichtige Projekte, wie z. B. die Schaffung von sicheren Verbindungen für Radfahrer von Niederhöchstadt nach Steinbach, die Verbindung von Schwalbach nach Eschborn und die Umgestaltung der Kronberger Straße in Niederhöchstadt.

Damit das Projekt Hauptstraße kein Stückwerk bleibt und die weitere Umsetzung des Radverkehrskonzeptes aus dem Jahre 2003 weiterhin sukzessive fortgeführt werden kann, fordert die ADFC-Ortsgruppe, jetzt die notwendigen Mittel für den Radverkehr im Haushaltsplan 2015 vorzusehen.

Wir vom ADFC sagen DANKE für den ersten Kilometer Radschutzstreifen und freuen uns auf alle weiteren – gerne auch ohne neue Bepflanzungen und Bushaltestellen. Damit es einfach billiger wird!

Thomas Buch