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Bild zum Artikel Vom „Barfüßer“südlich von Rödelheim aus könnte eine Spreiche über Biegwald und Rebstockgelände in die Innenstadt führen.
Foto: Ingolf Biehusen

Frankfurter Speichen und Gürtel bei 35° C

Im Tourenprogramm hatte ich die Tour mit folgenden Worten beschrieben: „Frankfurt soll fahrradfreundlicher werden! Das hoffen wir. Das versprechen uns Politiker. Das wollen wir erfahren.“

Zur Premiere der etwa 50 Kilometer langen Speichen- und Gürtel-Tour starteten am 25. Juli neun Teilnehmer/-innen mit zwei Tourenleitern. Der Wetterbericht sah für diesen Tag eine Temperatur von 35° C und erhöhte Ozonwerte voraus. Bei der Tour wollte ich zeigen, dass es zwischen dem Anlagenring als dem innerstädtischen „Gürtel“ und dem Grüngürtel durchaus Potential für die Einrichtung von fahrradgerechten Speichen gibt. Eine erste Variante über die Taunusanlage, Rothschildpark, Uni Campus Westend, Grüneburgpark, Europaturm und Volkspark Niddatal war schnell abgeradelt.

Bevor wir zur Nidda und damit zu einem ersten Gürtelabschnitt einbogen, führte ich die Gruppe noch durch das Ginnheimer Wäldchen. Für mich ist es das Herzstück des Niddaparks, habe ich doch schon als Kind in dem zum Urwald herangereiften kleinen Waldstück gespielt. Den Abschnitt des Grüngürtels vom Niddapark bis nach Rödelheim haben wir trotz der steigenden Temperatur locker bewältigt. Die Skulptur „Barfüßer“ in der Kurt-Halbritter-Anlage könnte die Landmarke für die Abzweigung einer weiteren Speiche zurück in die Stadtmitte bilden. Die fuhren wir über Biegwald, Am Römerhof, Rebstockpark, Europaviertel, Güterplatz und verkehrsberuhigte Straßen des Westends zur Alten Oper.

Mittlerweile war es kurz vor 12 Uhr. Wir entschlossen uns, den „kleinen Gürtel“ Anlagenring noch bis zum Main und über die Flößerbrücke zum Rudererdorf zu fahren. Dort machten wir Mittagsrast bei leichter Kost und teilweise warmem Bier (alkoholfrei).

Nach der Pause waren die versprochenen 35° C Lufttemperatur erreicht. Eine kurze Nachfrage bei der Gruppe signalisierte mir eine ungebrochene Bereitschaft, die Tour fortzusetzen. Also fuhren wir eine dritte Speichenvariante über Honsellbrücke, Hafenpark, Ostpark, Bornheimer Hang, Bornheimer Friedhof, Friedberger Warte, Preungesheim (Frankfurter Bogen), Dachsberg (Berkersheim) zur Nidda bei Harheim. Nun stand wieder ein Abschnitt im Grüngürtel an, den wir bis zum Alten Flugplatz Bonames zu einer Schlusseinkehr fuhren. Auch dort gab es wieder interessante Gespräche und eine erstaunliche Offenheit in der persönlichen Ansprache

Vom Thema her war die Tour eine Premiere. Eine gelungene aus Sicht des Tourenleiters. Es lohnt sich, die Suche nach potentiellen Speichen weiter zu treiben.

Günter Tatara

Inhalt Ausgabe 5 (Sep/Okt) / 2018

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