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Bild zum Artikel Holger Küst (li.) vom ADFC Main-Taunus im Gespräch mit Kriftels Erstem Beigeordneten Franz Jirasek
V. Kaufmann/Gemeindeverwaltung Kriftel

ADFC im Gespräch mit Verwaltungen

Zum Jahresende standen wieder Gespräche mit den Verwaltungen an, in Kriftel und Eppstein turnusmäßig, in Hofheim wurden die Gespräche nach einer vierjährigen Auszeit wieder aufgenommen. Bei allen Gesprächen war eine konstruktive und wohlwollende Atmosphäre zu spüren.

Ein Thema bei jedem Gespräch war das Stadtradeln (Aktion des Klimabündnisses). In Hofheim war eine Steigerung der Teilnehmerzahlen und der gefahrenen Kilometer um 100 Prozent zu verzeichnen. Neben dem trockenen Wetter lag es sicherlich auch an der intensiveren Werbung für die Aktion als in den Vorjahren. Diese Entwicklung wurde auch beim Gespräch in Eppstein mit Interesse aufgenommen. In Kriftel steht man der Aktion noch abwartend gegenüber, doch die Werbewirkung für das Thema Radfahren im Alltag wird als positiver Effekt anerkannt.

In allen Gesprächen wurde das Radverkehrskonzept des Main-Taunus-Kreises, in dem verschiedene Planungen im Kreis zur Förderung des Radverkehrs zusammengetragen sind, angesprochen. Abgesehen von kommunenübergreifenden Maßnahmen sind auch größere Projekte in den einzelnen Städten und Gemeinden aufgeführt. Die wichtigste Maßnahme in Hofheim stellt dabei eine separate Querung von Bahnlinie und Landesstraße 3011 zwischen Hofheim-Süd/Marxheim und der Hofheimer Altstadt dar. Dies würde vielen Eltern ermöglichen, ihre Kinder zu den Schulzentren in Hofheim mit dem Fahrrad fahren zu lassen. Viele erachten die derzeitige Verbindung über die Brücke der Rheingaustraße als zu gefährlich. In Eppstein sind die Verbindungen entlang der B 455 in Richtung Wiesbaden-Naurod enthalten, wobei aktuell die Führung im Bereich Bremthal sehr umwegig ist und Bremthal links liegen lässt. In Kriftel ist die Schaffung einer autoarmen Alternative zur Hofheimer Straße entlang des Schwarzbachs zwischen der Bahnbrücke und dem Schmelzweg vorgesehen.

Schließlich wurde in den drei Gesprächen auch die Pflege der Radverkehrs-Beschilderung thematisiert. In allen drei Kommunen sind Wartungsarbeiten erforderlich, in geringem Umfang sind Schäden durch Vandalismus zu beheben.

In Hofheim sagte der Erste Stadtrat Exner zu, die Meinung des ADFC zu den Verkehrsplanungen im Zuge des neuen Baugebiets Marxheim II anzuhören. In Hinblick auf die Planungen am Busbahnhof sollen einige für den Radverkehr wichtige Aspekte berücksichtigt werden, wie die Erreichbarkeit von Busbahnhof und Bahnhof sowie die Schaffung einer Querung der Elisabethenstraße in Verlängerung des Richard-Zorn-Wegs und gut erreichbare Fahrradabstellanlagen. Der ADFC wurde auch zum Bedarf an Fahrradparkern im Bereich der Innenstadt gefragt. Hier empfiehlt der Verein, nur technisch sinnvolle Modelle aufzustellen, die nicht unhandlich sind, ein sicheres Anschließen zulassen und ausreichende Standsicherheit gewährleisten.

Beim Jahresgespräch in Kriftel mit dem Ersten Beigeordneten Herrn Jirasek und dem Ordnungsamtsleiter Herrn Kaufmann regte der ADFC die Öffnung weiterer Einbahnstraßen an und insbesondere einen Ausbau des Hattersheimer Wegs, der die Hauptverbindung zwischen Kriftel und Hattersheim darstellt. Dieser Weg ist aufgrund der Sandoberfläche („wassergebunden Decke“) und der für einen innerörtlichen Verkehrsweg zu geringen Breite nicht hinreichend alltagstauglich.

Der ADFC appellierte an Eppsteins Bürgermeister Simon und seine Verwaltungsmitarbeiter, zu überprüfen, ob weitere Fahrradboxen an den Eppsteiner Bahnhöfen aufgestellt werden können. In Eppstein ist die Nachfrage größer als das Angebot. Sowohl in Niederjosbach als auch in Bremthal sind gar keine Boxen vorhanden. Ein weiteres Thema war wieder einmal das sehr unebene Kopfsteinpflaster in der Altstadt, dass bei Radlern mit härter aufgepumpten Reifen keine sichere Bodenhaftung gewährleistet.

Holger Küst

Inhalt Ausgabe 1 (Jan/Feb) / 2019

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