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links: Verkehrsdezernent Stefan Majer begrüßt die Teilnehmer
rechts: 200 neue Abstellplätze für Bike & Ride
Fotos: Eckehard Wolf

Bike & Ride für 200 Fahrräder

Umbau der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 17 an der Stadtgrenze Frankfurt – Neu-Isenburg fertiggestellt

Es war ein richtiges Fest, das die Stadt Frankfurt und insbesondere das Umweltamt Mitte Juni veranstaltete, anlässlich der Fertigstellung der umgebauten Straßenbahnendhaltestelle in Neu-Isenburg. Hauptsächliches Motiv der Presseerklärungen war, dass dort jetzt ein neues Entree des Grüngürtels entsteht. Das ist sicherlich eine schöne Sache, der Grüngürtel-Radweg wird von dort demnächst durch den „Grüngürtel-Jubiläumsweg“ zum Jacobiweiher auf grünem Weg angebunden werden.

Für den Alltagsradfahrer ist die neue Bike & Ride-Anlage mit 200 überdachten Abstellplätzen die Hauptattraktion. So etwas bräuchten wir auch in Enkheim (Endhaltestelle U7/U4), am U-Bahn-Knoten in Heddernheim, an der Endhaltestelle Heerstraße, am S-Bahnhof Höchst und unbedingt am neuen S-Bahnhof Gateway Gardens.

Die Wetterfestigkeit der Anlage wurde gleich erfolgreich getestet, als ein sintflutartiger Wolkenbruch die Rede von Umweltamtsleiter Peter Dommermuth unterbrach und die Teilnehmer unter die schützende Überdachung fliehen ließ.

Nun ist es zwar praktisch und bequem, von Neu-Isenburg nach Frankfurt die Mobilitätsvariante Fahrrad – Straßenbahn zu wählen, aber nicht unbedingt nötig. Man kann auch durchradeln, wie es viele aus Neu-Isenburg oder Dreieich machen, gerade von diesem Punkt aus. Für diese Alltagsradler haben wir zwei spezielle Anliegen:

Der Einstieg in den Stadtwald nördlich der Autobahnbrücke war zumindest bis vor kurzem noch sehr unkomfortabel und holperig. Hier sollte zu vernünftigem Waldwegstandard ertüchtigt werden, mit gut befahrbarer wassergebundener Decke. Und dann ist da noch das Thema Radschnellweg Darmstadt – Frankfurt. Will man den Radschnellweg wirklich realisieren (Verkehrsminister Al Wazir und Stefan Majer sagen das), gibt es nur einen vernünftigen Trassenverlauf: vom S-Bahnhof Neu-Isenburg über die Oberschweinstiegschneise zum Welschen Weg, der parallel zur Straßenbahn verläuft und auf Schnellwegstandard ausgebaut werden müsste. Hat schon jemand die Umweltdezernentin, das Umweltamt und die Forstverwaltung auf offiziellem Dienstweg gefragt, was sie davon halten? Bislang sind von ihnen keine Stellungnahmen bekannt.

Bertram Giebeler


Inhalt Ausgabe 4 (Jul/Aug) / 2016

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