Neue Grüngürtel-Schilder im Bereich Nied/Rödelheim A5
Foto: Bertram Giebeler

Überlastung des Niddaradwegs

Nidda-Uferweg bleibt Radweg – trotz Verlegung des Grüngürtel-Radwegs

Das Grünflächenamt hat seit kurzem die Führung des Grüngürtelradwegs zwischen der A5-Unterführung Nied/Rödelheim und der Brücke Heddernheim/Eschersheim von der Nidda wegverlegt auf eine Route über Biegwald – Industriehof – Volkspark Niddatal – Niedwiesenstraße. Grund hierfür sei die Überlastung des Niddaufers am Wochenende. Die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme kann man in Zweifel ziehen, zumal auf der Alternativroute mindestens an einer Stelle (Querung der Ludwig-Landmann-Straße) ein STVO-konformes Radeln noch gar nicht möglich ist.

Bei einigen Radlern, die beim ADFC nachfragten, hat die Umbeschilderung zu erheblicher Verunsicherung geführt. Daher an dieser Stelle noch einmal eine Klarstellung: Die Ausschilderung der Grüngürtel-Route über Industriehof/Niddatal ist nur für den Radler relevant, der definitiv den Grüngürtel-Radweg fahren will. Wer am Niddaufer radeln will, warum und wie weit auch immer, ob als Alltagsroute oder als Freizeitspaß, kann und sollte dies auch weiterhin tun.

Die Grüngürtel-Beschilderung ist keine Radwegbeschilderung im Sinne einer gesamtstädtischen Radverkehrswegweisung. Eine solche Wegweisung gibt es in Frankfurt bisher nur auf F-Routen. Flächendeckend gibt es sie beispielsweise in Berlin oder im Ruhrgebiet. Für Frankfurt ist ein Wegweisungskonzept in Arbeit.

Bertram Giebeler

Inhalt Ausgabe 4 (Jul/Aug) / 2012


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