Editorial
Der Mai beginnt in Frankfurt für Radfahrende traditionell mit einem Radrennen, setzt sich in diesem Jahr kurz darauf mit dem Anradeln zum Stadtradeln fort, fordert am 10. Mai unsere Beteiligung an einer Fahrrad-Demonstration gegen den Ausbau der Autobahn A5, bevor wir am 20. des Monats zur Mitfahrt beim Ride of Silence aufgerufen sind. Danach, am 21. Mai, sollten die letzten Kilometer-Einträge beim Stadtradeln vorgenommen werden – in Frankfurt natürlich beim ADFC-Team –, und dann radele ich endlich in die Sommerferien …
Doch auch schon im April gab es velomobile Bewegung in Frankfurt. Besonders beeindruckend dabei die „Kidical Mass“, die es in letzter Minute noch auf unseren Titel geschafft hat (der dazugehörige Text musste sich mit dem mageren Platzangebot unten rechts auf dieser Seite bescheiden), oder der „BiciBus“, der eine Gruppe Kinder in Begleitung von Oberbürgermeister und Mobilitätsdezernent zum Schulfest in der Bornheimer Kirchnerschule brachte. Simone und Klaus Markl, engagierte „Eltern“ des BiciBus, hatten die Tour vom Nußbaumplatz zur Schule organisiert, wo auch der ADFC mit einem Technik-Check der Kinderräder aktiv war und wo ADFC und VCD über ihre Arbeit informierten. Für ein Foto vom BiciBus haben wir, in nun wirklich allerletzter Minute, dann auch noch einen Platz gefunden.
Was aber fehlt, bei all den motivierenden Aktionen, ist ein kluger Text, in dem wir uns ausführlich mit dem Thema „Kinder im Verkehr“ befassen. Der muss irgendwann folgen, das ist uns bewusst, doch stoßen wir hier noch an unsere Grenzen. Wer soll es tun, wer kann sich einarbeiten in dieses weite Feld, wer will sich engagieren? Im ADFC Frankfurt fehlen uns schlicht die Kapazitäten, uns fehlen Aktive, die sich um Kinder, Schule und Verkehr kümmern wollen. Darüber sollten wir reden. Meldet euch, wenn ihr interessiert seid. Unsere Kontaktdaten findet ihr auf Seite 30.
Und wo wir gerade um Unterstützung bitten: Auch die Codierer:innen unserer AG KlauNix sind auf der Suche danach. Auf Seite 17 findet ihr eine ausführliche Stellenbeschreibung zur gelegentlichen Mitarbeit. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Tätigkeit bei Codier-Aktionen ein recht vergnügliches Engagement ist. Unsere „Kunden“ sind zumeist freundlich und uns gewogen, bedanken sich in der Regel überschwänglich und stecken gerne etwas Geld in die Spendendose. Für unseren Eigenbedarf an Kaffee und Kuchen hat es bisher immer gereicht. Schon allein das könnte doch ein Grund zur Mitarbeit sein!
Rafft euch auf, werdet aktiv, unterstützt uns. Nur gemeinsam können wir die Verkehrspolitik zu einer für ALLE machen.














