Fünf Fragen an …
„Kauf Dir ein Brompton“
In einer Kleinstadt im Ostwestfälischen aufgewachsen, ging es für Dagmar Berges über Hannover nach Singapur und schließlich ins schöne Frankfurt. Dass sie immer offen für Neues ist, merkt man sofort. Schon beruflich war sie vielseitig interessiert und engagiert, so organisierte sie zum Beispiel Fotografieausstellungen oder arbeitete als Assistentin in der Verwaltung. Nach dem Soziologiestudium und einer Therapieausbildung arbeitete sie in der Jugend- und Familienhilfe, zuletzt als Geschäftsführerin eines Jugendhilfeträgers in Hanau. Heute ist sie im Ruhestand, aber gefühlt umtriebiger denn je. Dazwischen darf jedoch auch der ein oder andere (Fahrrad-)Urlaub nicht fehlen.
Bitte stelle Dich in drei Adjektiven vor.
Gut gelaunt. Neugierig. Gelassen.
Wie bist Du zum Fahrradfahren gekommen?
Mit drei Jahren bekam ich ein rotes Fahrrad von Puky und ich liebte es, darauf herumzufahren. Später gehörte das Radfahren eher zum Alltag dazu: Mit meinem Klapprad musste ich jeden Tag zur Schule den Berg hinauf fahren – da hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Auch als ich nach Hannover und später nach Frankfurt zog, war das Fahrrad eher ein Gebrauchsgegenstand, um von A nach B zu kommen. Dann kaufte ich mir ein richtig tolles Rad tatsächlich mit vielen Gängen und endlich machte es richtig Spaß. Seitdem toure ich gerne durch die Gegend, der erste Ausflug im Frühling geht immer den Main entlang nach Wiesbaden zum Eis essen. Heute ist das Rad aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.
Gibt es etwas Besonderes, das Du mit dem ADFC erlebt hast?
Ich bin seit 2019 im ADFC Frankfurt aktiv. Was mich sehr angesprochen hat ist, dass der Verein kaum Festangestellte beschäftigt und eigentlich alles über das Ehrenamt abgedeckt wird. Das Besondere sind die vielen unterschiedlichen Menschen, die ich über den ADFC kennengelernt habe. Da ich selbst gerne schreibe, habe ich bei Peter im Team von „Frankfurt aktuell“ angefangen. Das Schreiben von Artikeln und das Fotografieren machen mir immer noch sehr viel Spaß und ich bin stets auf der Suche nach interessanten Themen. Einige Jahre war ich im Vorstand des Kreisverbands Frankfurt, gerne habe ich mich dort engagiert, auch weil hier sehr unterschiedliche Leute sehr gut zusammenarbeiten.
Welchen Tipp rund ums Fahrrad hast Du für die Leser:innen von „Frankfurt aktuell”?
Kauf Dir ein Brompton. Darf man das so sagen? (lacht). Im Ernst, ich liebe mein kleines Klapprad. Man kann es so kompakt falten, dass es im Zug kostenlos als Gepäckstück mitreisen darf. Ich nehme es fast überall hin mit und bin damit schon im Markgräfler Land, in Hamburg, Berlin und an der Côte d’Azur geradelt. Es hat einen kleinen Motor, sodass es mich auch gut von Sachsenhausen zu meinem Schrebergarten auf dem Lohrberg bringt. Ich kann es wirklich nur empfehlen.
Was bewegt Dich neben dem Fahrradfahren?
Ich bin sehr sportlich. Ich gehe fast jeden Tag in den Fitness-Club, zum Yoga oder zum AquaFit. Ich walke regelmäßig mit einer Gruppe im Stadtwald, gehe gerne mit Leuten wandern. Im Sommer liebe ich das Schwimmen im Freibad in Enkheim. Außerdem engagiere ich mich bei den Lesepaten. Hier bin ich zum einen Patin und lese zweimal die Woche in einer Grundschule vor. Zum anderen bin ich Organisatorin und koordiniere neue Interessenten und vermittle sie an Grundschulen in Frankfurt. Und ab dem Frühling gibt es natürlich auch im Schrebergarten wieder einiges zu tun. Obwohl ich also schon in Rente bin, wird mir nie langweilig!
Das Gespräch führte Hannah Kessler
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