Neu im Vorstand
Wir hatten die beiden „Neuen“, die von der Mitgliederversammlung 2026 des ADFC Frankfurt in den Vorstand des Vereins gewählt wurden, bereits in Frankfurt aktuell 2-2026 erwähnt und im Bild gezeigt. Hier nun stellen sich Andre Geißler und Lars Nattermann ausführlich vor.
Andre Geißler
Andre: Ich wurde 1975 in Stuttgart geboren und bin im Schwarzwald und im Westerwald aufgewachsen. Dort habe ich schon als Kind erlebt, wie viel Freiheit im Draußensein und im Radfahren steckt – einfach losfahren zu können und die Umgebung auf eigene Faust zu entdecken.</p><p>
Nach Ausbildungen zum technischen Assistenten für Informatik und zum Radio- und Fernsehtechniker sowie einem Umweg über die Bundeswehr zog ich kurz nach der Jahrtausendwende für eine Anstellung nach Frankfurt. Seitdem arbeite ich als Netzwerkdesigner, -administrator und kümmere mich unter anderem auch um Linux-Systeme.
In Frankfurt habe ich das Autofahren nach und nach vollständig gegen das Radfahren eingetauscht. Am Anfang war es vor allem günstiger, dann merkte ich schnell, dass es auch gesünder ist – und bald stellte sich heraus, dass ich damit in der Stadt sogar schneller unterwegs bin.
Radfahren in Frankfurt hat sich in den letzten 20 Jahren auch dank des Engagements des ADFC deutlich verbessert. Aber erst durch meine Kinder wurde mir klar, wie schwierig es ist, sich sicher durch die Stadt zu bewegen, wenn man nicht erwachsen und fit ist. Durch die intensivere Beschäftigung mit dem Thema Mobilität sehe ich jetzt, wo noch vieles im Argen liegt. Mit zunehmender Selbstständigkeit der Kinder und der Zeit, die ich auf dem Rad gewinne, ergaben sich dann Gelegenheiten, dem ADFC ein Stück dieser Zeit wieder zurückzugeben.
Mich treibt die Vorstellung einer Stadt an, in der sich wirklich alle sicher und frei bewegen können – und in der deutlich weniger Autos das Straßenbild bestimmen.
Lars: Ich bin Lars Nattermann (Jahrgang 1999) und seit der Mitgliederversammlung im Februar 2026 Teil des Kreisvorstands. Eigentlich bin ich „schon immer“ im ADFC – das Fahrrad begleitet mich seit meiner Kindheit und ist bis heute mein wichtigstes Verkehrsmittel geblieben. Ob Freizeitfahrten oder der ganz normale Alltag: Fast alle Wege lege ich mit dem Rad zurück. Und ja – auch größere Einkäufe gehören dazu. Wer schon einmal versucht hat, Wasserkisten am Lenker zu balancieren oder mit dem Rad von IKEA zurück nach Hause zu kommen, weiß: Es geht mehr, als man denkt.
Ich bin zwar Informatiker, aber mein Interesse gilt schon lange auch politischen Themen – insbesondere der Verkehrs- und Mobilitätspolitik. Genau das schätze ich am ADFC: die Verbindung aus praktischer Fahrradkultur und engagierter politischer Arbeit. Jeder neue Radweg in Frankfurt, den ich „erfahren“ darf, ist für mich ein kleiner Erfolg – auch wenn wir natürlich noch lange nicht am Ziel sind.
Während meines Studiums an der Goethe-Universität habe ich die AStA-Fahrradwerkstatt mit aufgebaut, ein Kooperationsprojekt mit dem ADFC Frankfurt. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützen wir Studierende und Mitarbeitende bei der Reparatur ihrer Fahrräder – von den ersten Handgriffen bis zu kniffligeren Problemen.
Darüber hinaus haben wir uns auch in die nachhaltige Verkehrsplanung der Universität eingebracht. In Workshops haben wir gemeinsam mit verschiedenen Akteur:innen an der Mobilitätssituation gearbeitet, eine große Umfrage mitentwickelt und Maßnahmen für ein nachhaltigeres Verkehrskonzept erarbeitet. Ein bisschen Planungsarbeit statt Schraubenschlüssel – auch damit trage ich zur Förderung des Radverkehrs bei.
Ich freue mich sehr darauf, mein Engagement nun im Vorstand des ADFC Frankfurt fortzuführen – gemeinsam mit einem motivierten Team, mit vielen engagierten Aktiven und mit dem Ziel, den Radverkehr in Frankfurt weiter voranzubringen.














