Bäume gegen Radwege? Das muss nicht sein!
Bestehende Bäume können verpflanzt werden
In den politischen Debatten werden gerne Bäume gegen Radwege ausgespielt. „Wollt ihr wirklich Bäume für einen Radweg fällen?!“ wird da gerne gefragt. Von „wollen“ kann da natürlich keine Rede sein, der ADFC hat schließlich den Umweltschutz in der eigenen Satzung als Vereinszweck stehen. Und zum einfachen Fällen gibt es, in vielen Fällen, auch eine Alternative: Das Verpflanzen von bestehenden Bäumen. Schon seit langer Zeit ist diese Technik u. a. in den Niederlanden bekannt und erprobt. Dabei wird mit einer Rundspatenmaschine der gesamte Baum mit Wurzeln und Erde gepackt, möglichst schonend ans neue Ziel transportiert und dort wieder eingepflanzt. Das spart viele Jahre, in denen Bäume wachsen bzw. viele Kosten, die für neue und bereits groß gezogene Bäume anfallen.
Bei deutschen Bäumen dagegen werden gerne Gründe gesucht, wieso das nicht funktionieren kann und das Fällen wird als einzige Option vorgeschlagen. Ob dabei die Fachfirmen, die das Verpflanzen seit Jahren tagtäglich durchführen, gefragt wurden, wissen wir leider nicht.
Erfreulich ist daher die Mitteilung der Stadt Frankfurt, dass wegen der Verlängerung des U-Bahn-Tunnels im Europaviertel nun auch bei uns gleich 37 Bäume verpflanzt und nicht – wie sonst üblich – einfach gefällt wurden. Jeder Baum ist schließlich wichtig, nicht zuletzt auch für uns Menschen. Wir wünschen uns, dass diese Technik viel häufiger genutzt wird und uns damit mehr Bäume Schatten, Sauerstoff und bessere Luft spenden können.
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