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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt

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Was mich persönlich bewegt, im Fahrgastbeirat mitzumachen

Der öffentliche Nahverkehr interessiert und begeistert mich bereits seit meiner Kindheit

Leider gab es seinerzeit in meiner Heimatstadt Saarbrücken keine Straßenbahn mehr (heute fährt sie wieder), sonst wäre ich womöglich auch beruflich dort gelandet. Durch die dort herrschenden topografischen Gegebenheiten stand seinerzeit das Fahrrad nicht für die täglichen Wege im Fokus.

Anders ist es in Frankfurt, wo ich seit 1989 lebe. Hier lege ich die meisten täglichen Wege per Rad zurück, über die ADFC-Touren habe ich die Stadt aus dieser Perspektive ab 1992 Schritt für Schritt kennengelernt. Damals waren die Verkehrsverhältnisse noch deutlich anders und als Radler war man immer wieder Exot.

Den Pkw nutze ich eigentlich nur für Reisen und für größere Transporte. Die sind durch mein Engagement im Bereich Modellbahnen (www.fremo-net.eu) sowie mein Hobby Licht und Ton immer wieder bedingt. So bleibe ich häufig Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel und möchte über mein Mitwirken im Fahrgastbeirat meinen Beitrag dazu leisten, dass diese immer besser werden.

Die Gelegenheit ergab sich seinerzeit, als Lutz Ritzel, der den ADFC im Fahrgastbeirat bis dahin vertrat, Frankfurt verlassen hat und ich seine Nachfolge antrat. Das Ehrenamt ist nämlich an den Wohnsitz in Frankfurt gekoppelt.

Durch Mitwirkung des Fahrgastbeirats hat sich in Frankfurt einiges zum Positiven entwickelt. So gibt es heute reichlich Abstellmöglichkeiten in Bahnen und auch Bussen, das war mal anders. Die Inneneinrichtungen sind hell und freundlich gestaltet und der Zugang zu vielen Stationen ist deutlich barrierefreier als noch vor wenigen Jahren.

Das Verkehrsangebot bei U-Bahn und Tram besteht fast rund um die Uhr und wird ergänzt durch die zahlreichen Metrobuslinien (Buslinien mit 24 Stunden-Service und vergleichsweise enger Taktung).

Die ideale Ergänzung zum ÖPNV ist das Fahrrad

Daher setze ich mich dafür ein, dass es möglichst an allen Stationen gute Abstellmöglichkeiten gibt. Die kostenlose Radmitnahme in Bahn und Bus muss erhalten bleiben und in den Fahrzeugen sollten entsprechende Freiflächen vorgesehen werden, um Konflikte mit anderen Reisenden möglichst zu vermeiden. Rollstühle und Kinderwagen genießen in jedem Fall Priorität vor der Mitnahme von Fahrrädern. Zu Schwachlastzeiten sollte es damit keine Probleme geben, aber zu Zeiten ohnehin gut gefüllter Züge und Busse dagegen schon.

Hier appelliere ich an die notwendige Rücksichtnahme von uns Radfahrenden. Dazu gehört auch, im Zweifel auf die nächste Bahn zu warten. Das letzte Wort hat in jedem Fall das Fahrpersonal.

Jürgen Johann