Der ADFC bittet seine Mitglieder um einen Hinweis, wenn in „ihren“ Unternehmen solche Fahrrad- oder Gesundheitstage geplant sind. So können wir überzeugte Alltagsradler mit unseren Leistungen bekannt machen.

Die Bahn macht mobil – auf dem Fahrrad

Fahrradtag bei der Deutschen Bahn

Fahrradtag bei der Deutschen Bahn im Frankfurter Gallusviertel: Alltagsradler markieren auf der Frankfurter Fahrradkarte des ADFC mit farbigen Buttons, mit welchem Verkehrsmittel sie zur Arbeit kommen.
Foto: Eckehard Wolf

Wer hätte gedacht, dass die bei Radlern nicht nur geliebte Deutsche Bahn AG ihre Mitarbeiter ganz massiv zum Umsteigen auf zwei Räder motiviert? Doch so geschah es auf dem 1. Fahrradtag in der bundesweiten Zentrale für den Personenverkehr der Bahn im Stadtteil Gallus. Der ADFC Frankfurt war auch eingeladen und hat sich das fahrradfreundliche Innenleben des Unternehmens genauer angeschaut.

Dass es einen „Europäischen Tag des Fahrrades“ gibt, war dem Verfasser dieser Zeilen bislang unbekannt. Nicht aber der Deutschen Bahn, die just diesen 3. Juni für ihren Aktionstag wählte. Gleichzeitig wurde innerbetrieblich die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ gestartet, die von AOK und ADFC bundesweit beworben wird.

Für die vielen Radler unter den 1.700 Beschäftigten wurde schon vorher viel getan. Zwei große Abstellanlagen vor dem Haupteingang sind gut belegt. Gleich daneben führt eine eigene Rampe in den frisch renovierten Fahrradkeller mit Platz für etwa 100 Räder. Die Kapazität vergrößert sich demnächst, wenn die Abstellanlage mit zwei Ebenen eingebaut ist. Auch Duschen und Umkleiden sind vorhanden. Und wer kein eigenes Rad hat, kann sich eines der dauernd bereitstehenden Call-a-Bikes ausleihen.

Koordiniert werden diese Aktivitäten von Dr. Frauke Müller, einer Mitarbeiterin aus dem Bereich Umweltschutz im Personenverkehr der Bahn: „Wir wollen die Mitarbeiter motivieren, in Zukunft öfter mit dem Rad zur Arbeit zu kommen.“ Ihr Chef Dr. Klaus Vestner ergänzt: „Regelmäßiges Fahrradfahren mindert die Umweltbelastung, steigert die Fitness und lässt Krankenstände sinken.“ Daher wurde für den Aktionstag auch das betriebliche Gesundheitsmanagement eingebunden.

In der großen Kaffee-Lounge regten viele Infotafeln zu lebhaften Diskussionen an. Unter anderem markierten die Alltagsradler auf der Frankfurter Fahrradkarte des ADFC mit farbigen Buttons, mit welchem Verkehrsmittel sie zur Arbeit kommen. Die eingezeichneten fahrradfreundlichen Routen halfen, den besten Weg vom Wohnort zum Büro im Gallus zu finden.

So angeregt, ergaben sich am ADFC-Zelt mit Infostand und Codierung vor dem Hauptgebäude sehr konkrete Wünsche zur Radverkehrspolitik in Frankfurt. Viele Mitarbeiter kamen mit einem positiven Bild vom ADFC. Aber sie waren völlig überrascht, wie viel wir in Frankfurt schon gestaltet haben und wieviel mehr wir (mit ihrer Unterstützung) noch verbessern wollen. Völlig unbekannt war und begeistert angenommen wurde das Tourenprogramm. Vor allem die jüngeren und die Neu-Frankfurter im Unternehmen haben sich fest vorgenommen, mit dem ADFC auf Touren zu gehen. 56 von ihnen werden das auf einem codierten Rad tun.

Wehrhart Otto


Inhalt Ausgabe 4 (Jul/Aug) / 2015

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