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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

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"Westend-Downhill" bald fertig

Bild zum Artikel Das tut 'nen Schlag von unten! Neue Entwässerungsrinne im Grüneburgpark.
Foto: Bertram Giebeler

Auf der Radwegverbindung Ginnheim - Westend, der Nord-Süd-Querung des Grüneburgparks, geht die künftige Hoppelpiste der baulichen Vollendung entgegen. Vielleicht ist sie bei Erscheinen dieser Ausgabe schon freigegeben, spätestens aber wohl Ende Mai.

Der ADFC hatte 2015 dagegen protestiert, konnte aber beim Grünflächenamt und beim Umweltdezernat nichts erreichen. Einen Vorgeschmack bieten schon einige Gefällepassagen im Park, die für den Radverkehr weniger wichtig sind, zum Beispiel auf dem kurzen Stück hinter der Treppe südwestlich des Stelen-Denkmals. Dort wurden gleich fünf (!) Rinnen in engem Abstand verbaut.

Auf der für den Radverkehr wichtigen Passage am Botanischen Garten vorbei sollen es sogar neun Rinnen werden. Hopp-und-hopp-und-hopp-und-hopp-und-hopp-und- hopp-und-hopp-und-hopp-und-hopp – und nochmal zum Mitzählen! Das gibt eine prima Übungspiste für angehende Downhiller. Sportliche Radfahrer mit MTB oder robustem Trekkingrad fahren so etwas mit Vergnügen im Schuss. Immerhin, das sei lobend erwähnt, wird die Gefällestrecke zwischen den Rinnen asphaltiert werden.

Für "normale" Alltagsradler ist das Gehoppel nervig, aber zu bewältigen, wobei man bei Nässe und/oder Dunkelheit schon genau aufpassen muss. Für vorsichtige und weniger geübte Freizeitradler wie etwa Familien, die auf der vom Umweltamt dort beschilderten Safari-Route unterwegs sind, hier ein paar fahrtechnische Grundregeln:

  • bis ca. 2 Meter vor der Rinne Tempo runternehmen und dann locker durchrollen
  • nicht in der Rinne bremsen oder Lenkmanöver machen
  • nicht die Schrägneigung der Rinne mitnehmen, sondern geradeaus Spur halten

Spannend wird es sein, wie gehbehinderte Fußgänger mit Rollatoren oder Rollstühlen dort zurechtkommen. Die topografisch bedingte Schrägneigung der Rinnen bringt ein Gefährt mit mehr als 2 Rädern in Schräglage oder zwingt zu Zick-Zack-Manövern. Je tiefer die Rinne, desto schräger der Rollator! Was der Autor bislang an Rinnen zu sehen bekam, würde er mit Gehhilfe nur sehr ungern queren.

Vorbei die Zeiten, in denen Spaziergänger im Grüneburgpark sorglos in die Luft gucken und Vögel oder Baumblüten betrachten konnten; auch verliebte Paare sollten nicht einfach Arm in Arm vor sich hin träumen! Nur kurz mal nicht aufgepasst, und "hoppala", knickt das Fußgelenk bei entsprechend tiefer Rinne und feuchtem Pflasterstein um!

Bertram Giebeler