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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt

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Keiner wollte Ämter übernehmen

Roswitha und Claus Rohde waren Mitgründer des ADFC Hofheim

Bild zum Artikel Roswitha Rohde, Claus Rohde und Holger Küst bei der Übergabe eines kleinen Geschenks zu den 80. Geburtstagen
Foto: Sabine Küst

Aus Anlass der 80. Geburtstage sprachen wir mit den langjährigen Mitgliedern Claus und Roswitha Rohde. Roswitha Rohde war lange Jahre Vorsitzende bzw. stellvertretende Vorsitzende im Ortsverband, Claus Rohde war später viele Jahre Kassenwart.

Wo sind Sie aufgewachsen? Wie hat es Sie nach Hofheim verschlagen?

Roswitha Rohde: Ich wurde in Berlin geboren und zog dann kriegsbedingt mit meiner Mutter nach Frankfurt, wo ich die Schule besucht und nachfolgend in einem Beruf gearbeitet habe.

Claus Rohde: Die Kindheit verbrachte ich in Schwerin, bis ich 1953 aus der DDR geflohen bin. Anschließend habe ich eine Lehre in Fulda gemacht und darauf aufbauend in Frankfurt die Ingenieur-Schule besucht. Nach der Hochzeit, der ersten Wohnung in Frankfurt und der Geburt des Kindes verschlug es uns über mehrere Stationen (unter anderem den Niederlanden) nach Hofheim-Lorsbach. Seit 1996 bin ich in Rente und genieße die Freiheit, nicht mehr zur Arbeit zu müssen.

Haben oder hatten Sie besondere Interessen?

CR: Tischtennis, Gesellschafts-Tanz als Breitensport

RR: Skilaufen, Lesen, Handarbeiten

Wie sind Sie zum Radfahren gekommen?

RR: Als Schülerin bin ich die etwa vier Kilometer mit einem "Vaterland-Fahrrad" zur Schule gefahren und habe auch mit meiner Freundin in der Freizeit Ausflüge nach Bad Homburg und Oberursel unternommen.

CR: Das Fahrrad hatte ich in Schwerin aufgrund der großen Distanzen regelmäßig genutzt, von Fulda aus habe ich die Rhön mit einem Fahrrad erkundet. Nach meinem Wechsel nach Frankfurt hatte ich erst einmal kein Fahrrad, später hatte ich dann eines, bis es kurze Zeit später gestohlen wurde. Nach der Hochzeit haben wir jedes Jahr ein bis zwei Touren unternommen. Richtig schön waren dann später die Touren mit Anne Modersohn / Rückenwind Reisen.

Warum sind Sie im ADFC?

RR: In der Zeitung stand, dass sich am 7. Juni 1995 eine Ortsgruppe des ADFC bilden wolle. Ich wollte da gerne hingehen.

CR: Ich stand dem eher reserviert gegenüber.

RR: 15 Personen waren da, doch keiner wollte Ämter übernehmen. Dann wurde ich von Christine Schwinn gebeten mitzumachen und ich bin in den Verein eingetreten. Als Frau Schwinn bald darauf weg gezogen war, übernahm ich die Leitung der Ortsgruppe. Schön war es in der Ortsgruppe, an den geführten Radtouren mitzufahren.

Was hat Sie bewogen, den ADFC in Hofheim mit aufzubauen und im Vorstand mitzuwirken?

CR: Im Verein war ich mehr der Umsetzer als der Vordenker, als die Position des Kassenwarts frei wurde, habe ich den ADFC hier unterstützt.

RR: Mir hat immer das Fahrradfahren in einer Gruppe Spaß gemacht und diese Freude wollte ich weiter geben.

Was wünschen Sie sich für den Radverkehr und den ADFC in Zukunft?

RR: Wir wünschen uns, dass der Radweg zwischen Hofheim und Lorsbach und weiter nach Eppstein endlich gebaut wird, Autofahrer Radler als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer akzeptieren und der erforderliche Seitenabstand zu Radlern immer zwingend eingehalten wird. Von allen Verkehrsteilnehmern wünschen wir die Einhaltung der Verkehrsregeln wie die Rotlichtbeachtung und das Anzeigen des Abbiegens. Die Politik darf gerne in der täglichen Kommunikation auf die Vorteile des Radfahrens für die Umwelt und Gemeinschaft hinweisen.

Holger Küst