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Eröffnung mit prominenter Begleitung

Abstellanlagen – gleich zwei Neueröffnungen direkt hintereinander


links: Da freut sich ganz Kalbach: OB Peter Feldmann, ADFC-Sprecher Bertram Giebeler, Ortsvorsteherin Carolin Friedrich, Verkehrsdezernent Klaus Oesterling schieben das erste Fahrrad in die doppelstöckige Fahrradparkanlage.
rechts: In Rödelheim sind's abschließbare Boxen. Das schon aus Kalbach bekannte Einweihungs-Team Feldmann (OB), Giebeler (ADFC) und Oesterling (Magistrat) platzieren das erste Fahrrad in einer der Boxen.
Fotos: Radfahrbüro Frankfurt am Main


Und das mit prominenter Begleitung durch den Oberbürgermeister! Es ist Wahlkampf, da heißt es „tue Gutes und rede darüber“, und wenn der Wahlkampf ein gutes Anliegen beschleunigt, soll es uns nur recht sein!

Am 8. Februar wurde in Kalbach eine doppelstöckige Abstellanlage an der U2-Haltestelle eingeweiht. Wir empfehlen allen Kalbachern, diese neue „bike+ride“-Möglichkeit eifrig zu nutzen. Kalbach zieht sich von der U-Bahn-Station sehr weit nach Nordwesten hin – zu weit für einen täglichen Fußweg hin und zurück. Das Auto zu nehmen für „park+ride“ ist unökonomisch. Das teure Blech steht den ganzen Tag nur auf dem Parkplatz herum, es könnte von anderen Familienangehörigen tagsüber genutzt werden. Wenn es der Zweitwagen ist, ist der eigentlich gar nicht mehr nötig und kann eingespart werden. Kurz: „bike+ +ride“ ist cleverer als „park+ride“. Wenn die Anlage gut genutzt wird, kommt möglicherweise bald eine zweite dazu.

Auch der Stadtentwicklung wäre gedient, wenn „bike+ride“ sich stärker durchsetzt und der „park+ ride“-Platz verkleinert werden könnte. Städtische Fläche direkt an einer U-Bahn-Station ist wertvoll, ihre „Nutzung“ durch einen banalen Parkplatz ist im Grunde Ressourcenverschwendung.

Nicht einmal eine Woche nach Kalbach kam Rödelheim: Dort wurde am 14.2. ein komplett neuer Platz an der Westseite des S-Bahnhofs fertig gestellt und feierlich eingeweiht. Die Enkel des Namens­gebers Arthur Stern, ein von den Nazis in die Emigration getriebener jüdischer Ur-Rödelheimer mit vielen Verdiensten um den Stadtteil, waren zugegen, OB Feldmann enthüllte feierlich das Schild, viele Mitarbeiter/-innen des Stadtplanungsamtes und der Straßenbaubehörde – und auch einige Aktive vom ADFC sowie Bürger Rödelheims – applaudierten.

Ein wesentlicher Bestandteil der Platzgestaltung am Arthur-Stern-Platz ist die Ausrüstung mit Abstellmöglichkeit für immerhin 152 Fahrräder. Die Spanne reicht von den einfachen „Frankfurter Bügeln“ über mehrere Gruppen von Doppelstock-Parkern wie in Kalbach bis zu abschließbaren mietbaren Boxen für hochwertige E-Bikes und Pedelecs – ein Novum für Frankfurt.

Der Bahnhof Rödelheim ist einer der meistfrequentierten S-Bahn­höfe Frankfurts, direkt auf dem ­Arthur-Stern-Platz ist außerdem ein wichtiger Bus-Knoten. Rödelheim-West und Sossenheim ziehen sich nach Westen weit hin und sind mit Bussen nicht gerade überversorgt – es gibt also viele potentielle „bike+ride“-Nutzer der Fahrradabstellplätze. Von der intermodalen Kombination Fahrrad-Bahn ganz abgesehen, ist am Platz selbst eine neues Ladenzentrum und auf der anderen Seite der Bahn die Radilostraße als Hauptgeschäftsstraße Rödelheims.

In Sachen Abstellanlagen ist noch einiges in der Pipeline beim Verkehrsdezernat. Man weiß dort, dass Frankfurt noch Nachholbedarf hat gegenüber anderen Metropolen in Deutschland. Wir sind gespannt und werden fachlich begleiten, was an wichtigen Hotspots des öffentlichen Verkehrs in den äußeren Stadtteilen sich noch tun wird, insbesondere in Höchst, Heddernheim und Enkheim. Für viele Menschen ist von dort ein Durchradeln in die City zu weit, die Kombination Fahrrad+Bahn wäre aber eine echte Alternative zum Auto.

Bertram Giebeler

Inhalt Ausgabe 2 (Mär/Apr) / 2018

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