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Die neue Polizei-Fahrradstaffel zeigt Biss!

Durchgreifen per Pedale

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In unserer Januar-Ausgabe berichteten wir ausführlich über die neue Fahrradstaffel der städtischen Verkehrspolizei. Deren Aufgabe ist es unter anderem, Falschparken auf Radwegen und Radfahrstreifen zu unterbinden. Nach unseren Beobachtungen der letzten Wochen können wir sagen: alle Achtung, es ändert sich spürbar etwas, zumindest im Wirkungsbereich der Staffel in der City und in den unmittelbar angrenzenden Quartieren. Es werden deutlich mehr Strafzettel verteilt, es wird auch deutlich häufiger abgeschleppt – das dürften offizielle Zahlen bald bestätigen. Zu beobachten ist außerdem, dass die bekannten Lieferwagen der großen Paketdienste zunehmend auf der Fahrbahn und nicht auf dem Radstreifen halten – eine gute Entwicklung.

Die von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling propagierte Null-Toleranz-Linie gegen das Falschparken auf Radwegen und Rad- und Schutzstreifen ist offensichtlich ernst gemeint. Zusammen mit den demnächst deutlich höheren Bußgeldtarifen gibt dies Anlass zur Hoffnung, dass die ohnehin unzureichende Infrastruktur des Radverkehrs in Frankfurt nicht auch noch permanent und überall zugeparkt wird.

Auf eine Nebenwirkung der Fahrradstaffel müssen wir die Radfahrer*innen aber auch aufmerksam machen: Wer sich vor den Augen der Polizei auch auf zwei Rädern über Verkehrsregeln hinwegsetzt, sollte damit rechnen, angehalten zu werden und ebenfalls einen Strafzettel zu bekommen. Das Kontrollieren von Radfahrer*innen gehört zwar nicht zu den zentralen Aufgaben der Staffel, aber offenkundige Regelverstöße sollen auch nicht hingenommen werden.

Bertram Giebeler

Ausgabe 2 (Mär/Apr) / 2020

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