In Hessen allenfalls „heiter bis wolkig“

Die relativ gute Platzierung von Großstädten wie Frankfurt am Main, Kassel und Darmstadt sowie etlicher Kleinstädte in Südhessen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass den hessischen Radfahrer/innen in weiten Landesteilen noch ein rauer Wind entgegen weht.

Die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für den Radverkehr, gute Abstellanlagen und ein vorbildlicher Winterdienst brachten Mörfelden-Walldorf den ersten Platz aller hessischen Städte unter 100.000 Einwohnern. Bundesweit kommt die Stadt damit auf Platz 18. Desolat ist das Ergebnis von Wiesbaden mit dem 37. Platz (von insgesamt 38) bei den Städten über 200.000 Einwohnern.

Als eine von Hessens Stärken gilt die als niedrig eingeschätzte Häufigkeit von Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern. In dieser Kategorie belegt Hessen sogar Platz 1. Jeweils zweite Plätze gab es bei der Fahrradmitnahme im Öffentlichen Personennahverkehr sowie bei den Oberflächen der, zumeist neu angelegten, Radwege.

Zu den Schwächen zählt die zögerliche Freigabe von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für den Radverkehr, auch schlechte Fahrradabstellanlagen sind für viele ein Grund, den Kommunen ein negatives Zeugnis auszustellen. Auch bewerten zahlreiche Befragungsteilnehmer die Radverkehrsinfrastruktur als insgesamt eher schlecht.

ADFC Hessen e. V.

Inhalt Ausgabe 2 (Mär/Apr) / 2013


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