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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

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Peter Sauer


Editorial

Der Beginn eines neuen Jahres ist häufig mit guten Vorsätzen verbunden, die das bisher scheinbar liederliche Leben etwas weniger liederlich gestalten sollen. Weniger essen (gerade nach den Feiertagen), weniger trinken (wenigstens vom Wein), mehr bewegen (den eigenen Körper). Letzteres betrifft viele von uns kaum, bewegen wir uns doch bereits regelmäßig und häufig auf dem Fahrrad. Das ist gut für Herz und Kreislauf, macht aber auch Hunger, bei mir gerne auf Deftiges. Ich sei, meinte mein Bruder vor vielen Jahren, der einzige in seinem Bekanntenkreis, der auf den Feldberg fahre, nur um später eine doppelte Portion Nudeln essen zu können. Ganz so war es natürlich nicht, etwas Übertreibung war dabei (die doppelte Portion, nicht der Feldberg), aber Fahrradfahren macht einfach hungrig, und Nudeln sollen ja unseren Bedarf an Kohleydraten perfekt und recht verträglich decken. Da fallen gute Vorsätze manchmal schwer.

Solche Dinge gehen mir durch den Kopf, wenn mir ein Paket "Fahrradnudeln" begegnet. Ein Hersteller in der Pfalz gilt als Weltmarktführer auf diesem Gebiet. Aber nicht nur Fahrräder, auch Feuerwehrautos, Wasserhähne oder Länderwappen stellt er aus Nudelteig her, den Wünschen der Kundschaft sind offenbar keine Grenzen gesetzt. Mussten wir uns als Kinder noch mit Buchstabensuppe beschäftigen, die für alle gleich war, kann heute nahezu jede Berufsgruppe und jeder Sport die dazu passenden Nudeln erhalten. Interessant fände ich es nun, zu erfahren, welche Soßen zu den eigenen Nudeln kreiert werden. Fahrradnudeln "bolognese", oder mit Knoblauch und Olivenöl, vielleicht auch etwas schärfer, "arrabiata"? Aber passt das nicht besser zu Feuerwehrautonudeln? Man müsste es einmal ausprobieren.

Nun noch einmal zum Thema Bewegung. In Sachsenhausen hat sich etwas bewegt, neue Radstreifen bringen mehr Sicherheit für Radfahrende. Zwischen Offenbach und Neu-Isenburg hat sich ebenfalls etwas bewegt, hier wurde eine Hauptstraße zugunsten des Radverkehrs umgestaltet. Und in Bad Vilbel haben sich Gerüstbauer bewegt und eine sehenswerte Stahlkonstruktion für uns Velo-mobile gebaut, auf der wir uns über die Gleise der Main-Weser-Bahn bewegen können. Zuvor aber sollte man einen ordentlichen Teller Nudeln verdrückt haben. Denn hungrig wird man die steilen Rampen dort kaum bewältigen können.

Bleibt gesund. Und in Bewegung – auch ohne gute Vorsätze.

Peter für das Redaktionsteam