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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

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links:

Klare Ansage, eigentlich nicht mehr missverständlich, auch wenn es nicht jedem gefällt. Ist ja auch schwer auszuhalten, mal 800 Meter langsam zu fahren – wo sowieso höchstens Tempo 30 geht.


rechts:

Als großes Piktogramm, wird es besser wahrgenommen, das neue Verkehrsschild mit dem Überholverbot. Mittlerweile wird es auch von mehr Kfz-Lenkenden verstanden und respektiert. Und die Radfahrerin auf dem Bild macht es richtig und fährt nicht in der durchge-x-ten Dooringzone.



Bertram Giebeler


Dauerthema Schloßstraße Bockenheim:

Kommunikationsmaßnahmen zeigen doch ein wenig Wirkung

Über ein Jahr lang begleitet uns schon das Thema Überholverbot auf der Schloßstraße: Viele Autofahrer:innen kommen mit der neuen Regelung nicht zurecht, dass sie eine gewisse Strecke lang keine Radfahrer:nnen überholen dürfen, und viele Radfahrer:innen verwechseln den Sicherheitstrennstreifen in der Türöffnungszone ("Dooringzone") mit einem Rad- oder Schutzstreifen. Es spielten sich teilweise üble Szenen ab mit Drängeln, Hupen und Pöbeln bis zur Gewaltandrohung, es gab mindestens zwei Unfälle mit Krankenhausaufenthalt der Radfahrer:innen (ein Engüberholer-Unfall, ein Dooring-Unfall). Die naheliegende Lösung, die Parkplätze so zu reduzieren, dass es für eine separate Radverkehrsführung reicht, schaffte es nicht durch den Ortsbeirat.

Die Stadt hat nun mit weiteren Kommunikationsmaßnahmen reagiert. Großflächige Transparente machen klar was gilt, und das neue Verkehrszeichen mit dem Überholverbot gegenüber zweirädrigen Fahrzeugen wurde zusätzlich zu den Schildern auch großformatig auf die Fahrbahn aufgebracht.

Die massiven kommunikativen Maßnahmen scheinen nun doch etwas zu bewirken. Jedenfalls lässt beim ADFC und beim Radfahrbüro die Beschwerdehäufigkeit spürbar nach. Das bestätigt auch der Ortsvorsteher des OBR 2, Thomas Gutmann (Grüne). Es kann natürlich auch teilweise daran liegen, dass viele genervte Radfahrer:innen, die regelmäßig dort pendelten, die Schloßstraße jetzt meiden und sich andere Wege gesucht haben. Wir wollen aber anerkennen, dass die Stadt alles versucht, was unterhalb der politisch schwierigen Schwelle der Parkplatzwegnahme möglich ist.

Schon mittelfristig kann die Situation aber nicht so bleiben – schon gar nicht, wenn dort die Radschnellverbindung Vordertaunus – Frankfurt City verlaufen soll. Die notwendige komplette Neuaufteilung des Straßenraums in der Schloßstraße, u.a. mit überfahrbaren Straßenbahngleisen, ist eine ernsthafte bauliche Veränderung. Das erledigt sich nicht mit ein paar Markierungen. Planungen hierfür liegen teils schon in der Schublade aus früheren Zeiten. Es gilt, diese Aufgabe jetzt in der Prioritätenliste der Straßenbaubehörde (ASE) weit nach vorn zu rücken.

Bertram Giebeler