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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

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LeserMeinungen

Frankfurt aktuell 5/19, Abenteuer Bretagne – dank FlixBus

Dem Fazit des Artikels "nie wieder Flixbus" ist auf ganzer Linie zuzustimmen! Da die Möglichkeit der Fahrradmitnahme in Fernverkehrszügen ins Ausland nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung steht, versuchten wir es im vergangenen Jahr mit Flixbus. Da wir ohne Smartphone reisen wollten, erreichte uns die Nachricht von der kurzfristigen Absage der Radmitnahme nicht. Angeblich hatte Flixbus kurzfristig den Subunternehmer gewechselt und der neue bot keine Radmitnahme an. Die Mitnahme im Gepäckraum lehnte der Busfahrer aus versicherungsrechtlichen Gründen ab.

Bei einem weiteren Versuch klappte zwar die Fahrt von Frankfurt nach Florenz einigermaßen (beide Busfahrer konnten kaum deutsch, schraubten die Räder widerwillig auf die Halterung, warfen das Gepäck so in den Gepäckraum, dass Beschädigungen in Kauf genommen wurden). Bei der Rückfahrt wurden wir trotz bestätigter Buchung und vorhandenem Platz nicht mitgenommen, da wir nicht auf der Liste des Busfahrers standen. Auch hier hatte es kurzfristig Änderungen gegeben, die per E-Mail den digital Vernetzten mitgeteilt wurden. Von anderen Radreisenden am Frankfurter Hauptbahnhof hörte ich ähnliche Erfahrungen.

Bei den anschließenden Versuchen, Geld zurück zu bekommen, landeten wir erfolglos in Endlosschleifen. Wir haben dieses nun als Lehrgeld abgebucht und sind zur Erkenntnis gelangt, dass Flixbus kein Angebot für Radreisende darstellt.

Mit dem Rad in den Urlaub zu reisen ist umweltschonend und nachhaltig. Anstatt das Zugangebot dafür auszubauen, wurden bewährte Züge eingestellt, wie z. B. die häufig ausgebuchte Nachtzugverbindung nach Italien.

Anne Mayerle, Frankfurt


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links: Doppelte Beschilderung für den Radverkehr
rechts: Gefahr Autobahn-Auffahrt
Rüdiger Voerste

Fahrrad fahren – hält fit, schont die Umwelt, macht Spaß – wenn es auch sicher und auf geeigneten Radwegen stattfindet.

An den Radwegen ist noch vieles zu bemängeln. Oft sind die zu schmal, unsicher an Kreuzungen, besonders wenn Ein- und Ausfahrten zu Schnellstraßen die PKW verleiten, die Radfahrer zu übersehen oder sogar zu nötigen. So zum Beispiel an der Ludwig-Landmann-Straße, die ja eigentlich Teil einer Fahrrad-Schnellverbindung Bad Homburg – Oberursel –Frankfurt sein sollte.

Die Budgets zum Ausbau sind im Vergleich zu Mitteln für den allgemeinen Straßenbau sehr knapp. Unverständlich ist, dass Geld eingesetzt wird, um überflüssige Doppel-Beschilderungen vorzunehmen. Gibt es da Zuständigkeiten, die nicht koordiniert sind? Werkeln da Stadt Frankfurt und Regionalpark nebeneinander her?

Das Geld wäre besser investiert, wenn Spurführungen an den gefährlichen Kreuzungen endlich einmal sicher und Rad- und Fußgängergerecht ausgebaut werden könnten. Denn es geht ja besser, wie die Kreuzungen am Industriehof / Ludwig-Landmann-Straße zeigen. Dort werden Radfahrer nicht erst von den Fahrspuren weggeführt und damit für Autofahrer auch manchmal hinter Grünanlagen versteckt, sondern deutlich sichtbar über die abbiegenden Fahrspuren geführt.

Wer möchte ein Schulkind auf diesen Weg schicken? Wie kann es für Kinder dann selbstverständlich werden, mit dem Rad zu fahren?

Es wäre zu wünschen, dass gute Planungen selbstverständlich werden und auch zügig umgesetzt werden. Ob dazu die Beträge ausreichen, die lautstark angekündigt werden?

Es ist zu wünschen, dass bald Radwege und Radschnellwege realisiert sind, die den Namen auch verdienen. Sicher und bequem sollten sie sein. Auch die eigenen Kinder sollte man ohne Sorgen auf diese Wege schicken können, damit der SUV in der Garage bleiben kann.

Rüdiger Voerste