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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

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GPS-Tracks zurechtschneiden

Arbeiten mit dem RouteConverter

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Zahlreiche Touristenverbände bieten auf ihren Internetseiten GPS-Tracks für Radtouren an, die man in das eigene Fahrrad-Navi laden kann. Das gilt beispielsweise auch für die hessischen Radfernwege, die vom ADFC im Auftrag des Landes Hessen beschildert wurden. Auf https://radroutenplaner.hessen.de/ kann man dazu entsprechende GPX-Dateien herunterladen. Leider zeigen diese Tracks aber den Weg nur in eine Fahrtrichtung an und sind nicht in Etappen gegliedert. Beispielsweise gibt es zum hessischen Radfernweg R 4 nur den Track von Bad Karlshafen im Norden bis Hirschhorn im Süden, aber nicht umgekehrt. Niemand wird zudem die 409 km lange Strecke an einem Stück zurücklegen. Das aber bedeutet, dass die Angaben des Navi zur vermutlichen Ankunftszeit und zur Entfernung zum Ziel weitgehend unbrauchbar sind, weil sie sich nicht auf die jeweilige Tagesetappe beziehen.

Abhilfe schafft hier die von Christian Pesch entwickelte kostenlose Software RouteConverter. Nachdem man die GPX-Datei mit dem Track von der Website des Anbieters heruntergeladen hat, lädt man sie über Datei > Öffnen in den Converter und bekommt darauf den Tourenverlauf in einer Karte angezeigt. Über Positionsliste > Kehre vollständig um lässt sich nun die Fahrtrichtung vollständig umdrehen und als neue GPX-Datei abspeichern.

Über Positionsliste > Teilen kann man zudem den Track in mehrere Tagesetappen teilen. Diese Funktion führt dazu, dass der gesamte Track in Abschnitte aufgeteilt werden kann, die den Tagesetappen entsprechen. Man setzt auf der Karte den Cursor auf den Zielpunkt der ersten Etappe und löst die Funktion "Teilen" aus. In dem Menü "Positionsliste" oberhalb der Liste findet man jetzt zwei Teillisten, die aber denselben Namen haben, nur durch Zahlen unterschieden. Damit bei längeren Touren keine Verwirrung aufkommt, sollte man sofort die erste Teilstrecke jetzt umbenennen. Dann aktiviert man den zweiten Teil, markiert darin das Ziel der zweiten Etappe, löst wieder die Funktion "Teilen" aus und nennt die zweite Etappe entsprechend um. So fährt man fort, bis es so viele Teile gibt wie Etappen gewünscht sind.

Wenn man den Track jetzt in das Navi hochlädt, sollte man im Routenmanager je einen Track für die verschiedenen Teilstrecken finden. Wenn das nicht klappt (wie etwa beim Bosch Nyon), empfiehlt es sich über "Datei > Speichern unter" so viele eigene GPX-Dateien anzulegen wie es Etappen gibt. Dann muss man jede einzelne dieser Dateien noch mal im RouteConverter nachbearbeiten, indem man in dem Menü "Positionsliste" alle Teil-Tracks löscht, die nicht die jeweilige Tagesetappe betreffen.

Paul Tiedemann

Mein Dank gilt ADFC-Tourenleiter und Mitglied der GPS-AG Michael Bunkenburg für wertvolle Hinweise.