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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt am Main

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Artikel dieser Ausgabe

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Frankfurt

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Editorial

Es ist ein Tausch, wie wir ihn kaum besser hätten erträumen können. Nach dem Abgang der antiquierten PS- und Blech-Verherrlichungsshow IAA wird die Frankfurter Messe im kommenden Jahr Schauplatz der EUROBIKE, Weltleitmesse fürs Radfahren, sein. Auch wenn EUROBIKE und IAA (noch) nicht dieselbe Größe aufweisen, ist die Tendenz klar: Fahrradmessen wachsen, Automessen schrumpfen. Nicht nur wegen des Imagegewinns also eine Verbesserung für die als fahrradfreundlicher Arbeitgeber (FFA 2017/6) zertifizierte Frankfurter Messe. Zu Recht bezeichnet Oberbürgermeister Peter Feldmann den Radverkehr als Zukunftsthema, und es ist gut, dass er Frankfurts Anspruch, Deutschlands fahrradfreundlichste Großstadt zu werden, anlässlich der EUROBIKE-Neuigkeit, bekräftigt.

Schön, wenn der "Coup" (O-Ton Stadt Frankfurt) Ergebnis eines strategisch verfolgten Plans gewesen ist. Vielleicht hatte aber auch einfach der energische Versuch Erfolg, etwas für die Stadt an Land zu ziehen – nach dem Motto: "Probieren geht über Studieren". Das soll nicht die Wertschätzung des Studierens mindern, sondern bloß zu unserem Titelthema überleiten: Wie sehr "Radverkehr studieren" in unsere Zeit passt, ist allen klar, die eine Verwaltung erleben, die mit dem Aufbau einer guten Rad-Infrastruktur oft überfordert ist. Entweder fehlen Planer:innen oder dem vorhandenen Personal fehlt das Know-how, wie fahrradfreundlicher Verkehr geht. Somit ist die Verkehrswende auch eine Herausforderung für die akademische Ausbildung, erklärt Professor Dennis Knese von der Frankfurt UAS ab Seite 5 in diesem Heft.

Frankfurt hat mehr Stellen für den Radverkehr geschaffen, und auch bei Hessen Mobil tut sich etwas. Schneller geht der Radwegebau trotzdem kaum, bremste Minister Al-Wazir bei einer Pressekonferenz Ende Juni die Euphorie. Die 18 neuen Mitarbeitenden stellten nur sicher, dass vom Land bereitgestelltes Geld überhaupt verbaut wird.

Es müssen also noch mehr Fachleute her. Gut, dass Hochschulen und Unis sich dazu transformieren. Doch einmal ausgebildet müssen die künftigen Radverkehrs-Absolvent:innen auch damit rechnen dürfen, dass es noch in 20 Jahren solche Stellen gibt. Entwicklungen wie die der EUROBIKE stimmen optimistisch: Die gewachsene ökonomische, politische und akademische Relevanz des Radverkehrs lässt sich nicht mehr zurückdrehen, meint

Torsten für das Redaktionsteam